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Premierensieg in Erfurt

Vanessa Herzog ist am Samstag in Erfurt zum ersten Weltcup-Sieg einer Österreicherin im Eisschnelllauf auf der 500-m-Distanz gesprintet. Zwei Wochen nach dem Gewinn des EM-Titels in Russland triumphierte die Tirolerin in 37,88 Sekunden vor der Tschechin Karolina Erbanova (37,96) und übertraf auf der letzten Station vor den Olympischen Spielen den zweiten Rang vom Vortag.

In der 500-m-Gesamtwertung ist Herzog nun Zweite hinter der bisher dominierenden Japanerin Nao Kodaira, die in Erfurt nicht am Start war. Die 22-Jährige bestätigte jedenfalls ihre Leistung von der EM, bei der sie in 37,69 Sekunden vor der Russin Angelina Golikowa und Erbanova triumphiert hatte.

Vanessa Herzog

APA/AP/Jens Meyer

Mehr als 20 Jahre nach Emese Hunyady schlug Herzog (B.) im Weltcup zu

Im Osten Deutschlands gelang ihr nun der bisher größte Erfolg im Weltcup, obwohl sie zuletzt durch eine Verkühlung und Fieber gehandicapt war. „Es war ein großes Ziel von mir, einen Weltcup-Sieg zu erzielen. Ich bin überglücklich, dass es heute geklappt hat, auch wenn ich noch nicht zu 100 Prozent fit bin“, freute sich Herzog in einer Aussendung.

Attacke in der Zielkurve

Dabei war sie bis zur letzten Zielgerade noch hinter Erbanova gelegen. In der letzten Kurve riskierte Herzog dann alles und attackierte nochmals. „Ich habe mich gefühlt, als würde ich in der letzten Kurve fliegen, so schnell war ich“, sagte sie. Mit diesem Schwung zog Herzog auf den letzten Metern noch an ihrer tschechischen Konkurrentin vorbei. Dritte mit 0,40 Sekunden Rückstand wurde die Russin Olga Fatkulina.

Den bisher letzten Weltcup-Erfolg für den österreichischen Verband hatte Emese Hunyady vor etwas mehr als 20 Jahren (14. Dezember 1997) in Hamar (Norwegen) über 1.500 m eingefahren.

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