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„Es wird Zeit, Dinge zurechtzurücken“

Der FC Bayern München liegt seit der Rückkehr von Trainer Jupp Heynckes wieder klar auf Kurs zum deutschen Meistertitel. 17 Siege in 18 Pflichtspielen haben die Münchner seit der Rückkehr des Traineraltmeisters im Oktober geholt. Mit Hoffenheim gastiert am Samstag in der 20. Runde aber eine Mannschaft in der Allianz Arena, die die Bayern zuletzt nicht knacken konnten.

0:1 und 0:2 lauten die jüngsten Ergebnisse des Rekordmeisters gegen die Hoffenheimer, die daher die Bezeichnung „Bayern-Schreck“ tragen dürfen. Für Clubchef Karl-Heinz Rummenigge gilt es deshalb, etwas gutzumachen. „Es wird Zeit, die Dinge zurechtzurücken und zu zeigen, wer deutscher Meister ist“, verlautbarte er im Vorfeld der Partie. Mit einem Heimsieg würden die Münchner den 16-Punkte-Vorsprung auf die Verfolger zumindest halten.

Szene aus dem Match Bayern München gegen Hoffenheim

APA/AFP/Daniel Roland

Auch im ersten Duell in dieser Saison brachte Hoffenheim Bayern zu Fall

David Alaba verpasste Bayerns 4:2-Erfolg gegen Werder Bremen zuletzt erkrankt. Der ÖFB-Star wird gegen Hoffenheim wieder dabei sein. Zum Wiedersehen mit Ex-Teamkollegen kommt es für die vor der Saison von Hoffenheim verpflichteten Münchner Sebastian Rudy und Niklas Süle. Sandro Wagner übersiedelte erst in der Winterpause aus dem Kraichgau zu den Bayern. Im Aufgebot der Gäste steht mit Serge Gnabry auch ein verliehener Akteur, der im Sommer zu den Bayern zurückkehren wird.

Nur Grillitsch bei TSG gesetzt

Abgekühlt hat sich indes offenbar das Münchner Interesse am Coach der Hoffenheimer. Julian Nagelsmann soll in den Überlegungen über die Besetzung des Trainerpostens in der nächsten Saison keine Rolle mehr spielen. Nagelsmann könnte 2019 aus seinem Vertrag mit der TSG Hoffenheim aussteigen. Genau so lange möchten die Bayern auch an Heynckes festhalten. Der 30-jährige Nagelsmann wurde inzwischen aber auch schon als Nachfolger von Peter Stöger mit Borussia Dortmund in Verbindung gebracht.

Während Alaba bei den Bayern wieder in der Startelf erwartet wird, kam vom Österreicher-Trio beim Gegner zuletzt nur Florian Grillitsch zum Einsatz. Stefan Posch und Robert Zulj saßen in der noch jungen Frühjahresmeisterschaft nur auf der Bank. Hoffenheim hat gegen die Bayern in Summe schon drei Ligaspiele nicht mehr verloren. In München gab es zuletzt ein 1:1. „Wir haben drei erfolgreiche Spiele gegen die Bayern hinter uns, und ich denke, dass wir auch noch ein viertes erfolgreich gestalten können“, gab sich Nagelsmann daher betont zuversichtlich.

Vermeintliche Pflichtaufgaben

Das breite Feld der Verfolger geht am Wochenende als Favoriten in die Spiele. Leverkusen hat Mainz (15.) zu Gast, Schalke gastiert in Stuttgart (14.). RB Leipzig ist am Samstag daheim gegen den Hamburger SV (17.) im Einsatz. Bei den Hanseaten feiert Bernd Hollerbach sein Debüt als Cheftrainer. Ralph Hasenhüttl („Wir haben ein sehr, sehr gutes Auskommen“) bezeichnete den Kollegen als „Supertypen“. Der 48-jährige Hollerbach und der zwei Jahre ältere Hasenhüttl kennen einander vom Trainerlehrgang 2005 und sind seitdem gut befreundet.

Aubameyang im Dortmund-Kader

Dortmund-Trainer Peter Stöger trifft mit der Borussia daheim auf den SC Freiburg (12.). Pierre-Emerick Aubameyang kehrt trotz anhaltender Spekulationen um einen möglichen Transfer zu Arsenal zurück in den BVB-Kader. Stöger berief den wechselwilligen Torjäger ins Aufgebot.

„Auba hat eine sehr gute, sehr konzentrierte und professionelle Trainingswoche hinter sich und hat immer den Eindruck vermittelt, dass er gegen Freiburg alles für den BVB geben will. Und weil das so ist, möchten wir seine Qualität natürlich gern nutzen“, sagte Stöger nach dem Abschlusstraining am Freitag. Der 28-Jährige war in den beiden bisherigen Rückrundenspielen gegen Wolfsburg und bei Hertha BSC nicht berücksichtigt worden.

Deutsche Bundesliga

20. Runde

Freitag, 26. Jänner:
Frankfurt Mönchengladbach 2:0
Samstag, 27. Jänner:
Bayern München Hoffenheim 5:2
Dortmund Freiburg 2:2
Leipzig Hamburger SV 1:1
Stuttgart Schalke 0:2
Köln Augsburg 1:1
Bremen Hertha BSC 0:0
Sonntag, 28. Jänner:
Leverkusen Mainz 2:0
Hannover Wolfsburg 0:1

Tabelle

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