Themenüberblick

Knasmüllner wechselt nach England

Bundesligist Admira Wacker Mödling hat seinen Topscorer verloren und sich mit dem englischen Zweitligisten FC Barnsley auf einen sofortigen Wechsel von Christoph Knasmüllner geeinigt. Der 25-Jährige spielte seit Sommer 2014 in der Südstadt. Bei den Engländern, zurzeit auf Platz 19 der Championship, unterschrieb er für zweieinhalb Jahre.

In Knasmüllners mit Saisonende endendem Vertrag befindet sich eine Ausstiegsklausel, bestätigte Admira-Geschäftsführer Thomas Drabek. Laut Medienangaben soll sich die darin festgeschriebene Ablösesumme im Bereich von 500.000 Euro bewegen.

„Spannende Herausforderung“

„Die Admira hat mich auch in schwierigen Zeiten immer unterstützt, und ich bin dem Verein und allen Verantwortlichen sehr dankbar. Die Chance, in England zu spielen, ist für mich eine spannende Herausforderung, aber ich werde auch weiterhin sehr interessiert verfolgen, wie der Weg der Admira weitergeht“, sagte Knasmüllner.

„Wir bedanken uns bei Christoph für seinen Einsatz bei der Admira und wünschen ihm viel Erfolg in England. Wir erhalten vom FC Barnsley eine angemessene Ablösesumme, sodass dieser Deal für alle Beteiligten Sinn macht“, sagte Admira-Manager Amir Shapourzadeh.

Führender der Torschützenliste

In der heimischen Bundesliga führt Knasmüllner mit zwölf Saisontoren gleichauf mit Salzburgs Munas Dabbur die Schützenliste an. Im Oktober stand der 25-Jährige erstmals im Kader des ÖFB-Nationalteams. Der offensive Mittelfeldspieler war im Sommer 2014 vom FC Ingolstadt zur Admira gewechselt. Davor spielte der Wiener bei den Junioren von Bayern München und Inter Mailand.

Christoph Knasmüllner (Admira)

GEPA/Patrick Leuk

Knasmüllner geht künftig in England auf Torjagd

„Er war schon ein wichtiger Spieler“, sagte Admira-Trainer und Sportchef Ernst Baumeister über seinen besten Torschützen. Davon gebe es bei der Admira aber mehrere. Ersatz wollen die Südstädter bis zum Transferschluss in Österreich am 6. Februar keinen mehr verpflichten. Stattdessen sollen wieder junge Spieler in die Bresche springen. „Es macht keinen Sinn, kurzfristig einen Transfer zu machen“, meinte Baumeister. Im Wintertransferfenster bekomme man nicht die richtigen Spieler.

Causa Wostry „hochgespielt“

Im Sommer steht den Niederösterreichern dann ohnehin ein größerer Umbruch bevor. Dann folgt Flügelspieler Maximilian Sax dem bereits vor Saisonstart gewechselten Christoph Monschein zur Wiener Austria. Innenverteidiger Markus Wostry verlässt den Club nach Vertragsende in Richtung Ligakonkurrent LASK. Die Ankündigung, dass Wostry bei der Admira im Frühjahr daher nicht mehr zum Einsatz kommen wird, hatte zuletzt für einigen Wirbel gesorgt.

„Das ist alles hochgespielt worden“, sagte Baumeister. Wostry sei seit zwei Wochen verletzt und stünde noch zumindest drei weitere Wochen nicht zur Verfügung. Dazu habe die Admira neben dem 25-Jährigen vier bis fünf weitere Innenverteidiger im Kader, die man aufbauen wolle. „Das ist eine rein sportliche Entscheidung“, sagte der Cheftrainer.

Einen vorgezogenen Transfer zum LASK müssten sich die Linzer etwas kosten lassen. „Stand heute ist das kein Thema“, sagte deren Trainer und Sportchef Oliver Glasner. Er habe aber gelernt, im Fußball nichts auszuschließen. Bis Transferschluss nächsten Dienstag könnte also noch Bewegung in die Sache kommen. Baumeister: „Wir sind ruhig.“

Links: