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Gold fehlt in der Sammlung

Österreichs Herren haben nach der erfolgreichen EM auch bei der am Mittwoch in Berlin beginnenden Hallen-Weltmeisterschaft in Berlin Edelmetall im Visier. Der regierende Europameister geht als einer der Favoriten auf die Medaillen ins Rennen. Auch weil der Titelverteidiger diesmal durch Abwesenheit glänzt.

Erst vergangenen Monat konnte sich die Auswahl von Trainer Hans Szmidt zum Europameister küren. Mit einem knappen Sieg im Penaltyschießen über Belgien sicherte sich die Mannschaft zum zweiten Mal in der Geschichte die EM-Goldene und holte sich damit viel Selbstvertrauen für die Weltmeisterschaft in der deutschen Hauptstadt. „Unser Ziel ist eine Medaille“, erklärte Teamchef Szmidt vor dem ersten Spiel in der Max-Schmeling-Halle.

Jubel bei Österreich

Frank Uijlenbroek

Die Österreicher reisen als regierende Europameister nach Berlin

Auch bei den jüngsten beiden Weltmeisterschaften stand Österreich auf dem Podest. 2011 holte man hinter Deutschland und Polen Bronze, vor drei Jahren musste man sich erst im Finale den Niederlanden - die ihren Titel in Berlin aufgrund von Abwesenheit nicht verteidigen werden - geschlagen geben. Mit einmal Silber und einmal Bronze ist man in der jungen Geschichte der Hallen-WM die Nummer vier hinter Deutschland (dreimal Gold, einmal Bronze), den Niederlanden (ein Titel) und Polen (dreimal Silber).

Schweres Los

Aufgrund der vielen Erfolge sind die Erwartungen an die rot-weiß-rote Truppe auch diesmal hoch. Mit den Vorrundengegnern hat man allerdings kein leichtes Los gezogen. In Gruppe B trifft Österreich erneut auf Belgien. Dazu kommen Russland, die Schweiz, der Iran und Südafrika. Szmidt setzt mit einer Ausnahme auf den EM-Kader. Österreichs Topscorer Pit Rudofsky vom SV Arminen zog sich beim Meisterschaftsfinale eine Meniskusverletzung zu. Er wird von Alexander Bele ersetzt, ebenfalls erfolgreicher Torschütze des Meisters aus Wien.

In Pool A der Herren sind neben Deutschland auch Polen, Tschechien, Trinidad & Tobago, Australien und Kasachstan zu finden. Die Top Vier der beiden Gruppen bestreiten am Freitag die Viertelfinal-Partien, um die Medaillen geht es am Sonntagnachmittag. Österreichs Damen haben bei der EM der Division II im Jänner zwar den Aufstieg in die Erstklassigkeit fixiert, bei der WM in Berlin sind sie allerdings nicht vertreten.

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