CAS-Urteil für WADA-Athletenkommission „Rückschlag“

Die Athletenkommission der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hat das CAS-Urteil zugunsten vormals wegen Dopings gesperrter Russen als massiven Rückschlag für den sauberen Sport kritisiert. Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) hatte die Sanktionen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) gegen 28 russische Sportler wegen des Staatsdopingskandals bei den Winterspielen 2014 in der Vorwoche wegen mangelhafter Beweise aufgehoben.

„Verzweiflung, Unsicherheit und Frustration“

„Wir teilen die Verzweiflung, Unsicherheit und Frustration von vielen Athleten als Reaktion auf dieses Urteil und glauben, dass diese Entscheidung ein massiver Rückschlag für den sauberen Sport ist“, wurde Athletenkommissionsvorsitzende Beckie Scott am Dienstag in einer WADA-Aussendung zitiert. Sie fordere wie schon 2017, dass der CAS seine Unabhängigkeit stärkt und sich ständig um eine höhere Qualität seiner Richter bemüht.

Man dürfe das Ausmaß und den Umfang des Betrugssystems durch russische Behörden und Sportler nicht aus den Augen verlieren, betonte die ehemalige Langläuferin. Sportler, Nationen und Funktionäre müssen auf Basis der Erkenntnisse des McLaren-Reports im vollen Umfang zur Rechenschaft gezogen werde, so Scott. Dieser Entscheidungsprozess müsse möglichst transparent und umfassend durchgeführt werden.