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Vogel fordert Reduzierung der Fehlerquote

Puntigamer Sturm Graz will nach dem Verlust der Tabellenführung am Samstag gegen den Pellets WAC in der tipico-Bundesliga zurück in die Erfolgspur finden. Die Grazer liegen nach 21 Runden zwei Punkte hinter Red Bull Salzburg. Der Schlüssel zum Erfolg liegt für Trainer Heiko Vogel vor allem in der Reduzierung der Fehler. Die Kärntner warten bereits seit 15 Runden auf einen Sieg.

„Wir müssen vor allem die ‚unforced errors‘ abstellen. Diese habe ich in den vier Wochen Vorbereitung so nie erlebt. Dies gilt es klar zu verbessern“, sagte Vogel und nahm seine Spieler in die Pflicht. Mit der überraschenden Niederlage gegen Mattersburg wollte man sich bei den Steirern nicht mehr aufhalten. „Zu diesem Spiel ist bereits alles gesagt“, sagte der wieder genesene Stefan Hierländer. Er hatte den Rückrundenstart an seinem 27. Geburtstag wegen einer Erkältung im Krankenbett verfolgt.

Heiko Vogel

GEPA/Martin Hoermandinger

Neo-Coach Heiko Vogel will mit Sturm seinen ersten Sieg einfahren

Angesprochen auf die Schwäche bei Standardsituationen - 13 der 25 Gegentore der Grazer resultierten aus solchen - hatte Vogel ein einfaches, aber wirkungsvolles Konzept parat: „Freistöße für den Gegner vermeiden. Ich kann meine Spieler nicht auf die Streckbank legen, um sie größer zu machen. Otto Rehagel hat mal gesagt, 1,90 kann man nicht lernen.“ Nach seinem starken Auftritt in Mattersburg ist Emeka Eze eine Option für die Startformation. „Er war ein belebendes Element“, lobte Vogel den Nigerianer.

WAC sieht sich als „klarer Außenseiter“

Belebende Elemente gibt es dank der Neuzugänge Igor und Majeed Ashimeru auch beim WAC. Das Duo habe neuen Schwung ins Team gebracht, meinte Trainer Heimo Pfeifenberger, den außerdem der Auftritt beim 0:0 vor einer Woche gegen Altach optimistisch stimmt. „Da waren wir speziell in der zweiten Hälfte gut.“

Tipico-Bundesliga, 22. Runde

Beginn 18.30 Uhr:

Sturm - WAC

Merkur Arena, SR Jäger

Mögliche Aufstellungen:

Sturm: Siebenhandl - Koch, Maresic, Schulz, Schrammel - Jeggo - Huspek, Hierländer, Potzmann, Eze - Alar

WAC: Kofler - Sollbauer, Rnic, Igor - Zündel, Ashimeru, Rabitsch, Offenbacher, Wernitznig - Gschweidl, Ouedraogo

Das änderte jedoch nichts daran, dass die Vorarlberger auch gegen Altach nicht gewannen und damit schon seit 15 Ligaspielen auf einen vollen Erfolg warten. „Aber das ist bei uns null Thema. Für uns ist das neue Jahr wie ein Neustart“, sagte Pfeifenberger.

Sturms Neustart unter Vogel ging schief, was aber laut dem WAC-Coach nichts an der Rollenverteilung ändert. „Fakt ist, wir spielen auswärts gegen den Zweiten und sind klarer Außenseiter. Wir dürfen nie die Kompaktheit verlieren und müssen schnell umschalten“, forderte Pfeifenberger, dessen Club als Vorletzter zehn Punkte vor St. Pölten liegt. „Trotzdem müssen wir wachsam sein“, warnte der Ex-Teamspieler.

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