Chicago sperrt vier Fans nach Rassismusvorfall aus

Die Chicago Blackhawks haben vier Zuschauer nach einem Rassismusvorfall mit einem Stadionverbot belegt. Das teilte der Club der National Hockey League (NHL) am Montag (Ortszeit) mit. „Rassistische Kommentare und unangebrachtes Verhalten werden von uns nicht toleriert“, teilten die Blackhawks mit.

Am Samstag war der dunkelhäutige Spieler Devante Smith-Pelly bei der 1:7-Niederlage seiner Washington Capitals in Chicago von gegnerischen Fans mit rassistischen Äußerungen beschimpft worden. „Es ist abscheulich. Es ist traurig, dass wir 2018 noch immer über dieselben Dinge reden“, sagte der 25-jährige Kanadier am Sonntag.

„Werden weiter daran arbeiten“

„Man könnte meinen, dass es eine Veränderung oder einen Fortschritt geben würde. Anscheinend müssen wir jedoch weiter daran arbeiten und wir werden weiter daran arbeiten“, ergänzte Smith-Pelly, der bestätigte, dass ihn die Fans mit „Basketball, Basketball, Basketball“-Rufen verspottet hatten.

Devante Smith-Pelly (Chicago Blackhawks) diskutiert mit Fans

APA/AP/Jeff Haynes

Er habe sofort verstanden, was damit gemeint war, da in der NHL nur wenige dunkelhäutige Spieler aktiv sind. NHL-Commissioner Gary Bettman sagte, dass niemand „bei einem unserer Spiele solchen Beschimpfungen ausgesetzte sein sollte“.