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Wiener bleiben im Frühjahr sieglos

Die Wiener Austria verlor am Samstag zum Auftakt der 24. Runde in der tipico-Bundesliga auswärts bei Flyeralarm Admira Wacker mit 1:2 und liegt damit bereits 13 Punkte hinter den drittplatzierten Niederösterreichern. Patrick Schmidt (20.) und Lukas Grozurek (74.) drehten die Austria-Führung durch Michael Madl (16.) und schossen die „Veilchen“ damit tiefer in die Krise.

Für die Niederösterreicher war es der erste Heimsieg gegen die Austria nach fünf Pleiten in Serie. Die Wiener halten nach wie vor bei nur einem Punkt im Frühjahr und mussten die dritte Niederlage hintereinander hinnehmen.

Austria unterliegt Admira

Die siebentplatzierte Wiener Austria musste sich beim Auftakt der 24. Bundesliga-Runde in der Südstadt Admira geschlagen geben. Die Niederlage verschärft die Krise der Wiener.

Die Gäste, bei denen Osman Hadzikic erstmals seit 10. Dezember den Vorzug gegenüber Patrick Pentz im Tor bekam, begannen nach der sportlichen Talfahrt der letzten Wochen verhalten. So blieb die erste Chance nach zehn Minuten den Niederösterreichern vorbehalten: Lukas Grozurek tankte sich auf der Seite durch und bediente Patrick Schmidt in der Mitte. Der erste Versuch des 19-Jährigen verfehlte das Ziel knapp und landete im Außennetz.

Austria nur kurz in Führung

Der Führung der „Veilchen“ ging ein Eckball voraus. Kapitän Raphael Holzhauser fand am kurzen Eck Kevin Friesenbichler, der den Ball verlängerte. Madl stand alleine und hatte keine Mühe, sein erstes Tor im Dress der Austria zu erzielen. Die Freude bei den Wienern währte aber nur kurz, weil wenig später Schmidt aus gut 18 Metern via Innenstange traf. Zuvor legte Sasa Kalajdzic ideal auf Schmidt ab, der allerdings auch von einem Stellungsfehler von Austria-Linksverteidiger Stefan Stangl profitierte.

Jubel

GEPA/Walter Luger

Kurz nach dem Rückstand ließ Schmidt die Admira jubeln

Danach hatte die Austria ihre beste Phase des Spiels. Friesenbichler hatte die Führung gleich zweimal am Fuß. Nach 33 Minuten scheiterte er nach herrlichem Assist von Tarkan Serbest allein stehend vor Admira-Goalie Manuel Kuttin, fünf Minuten später verzog er volley aus 20 Metern nur knapp. Dazwischen zwang Ruan Kuttin mit einem wuchtigen Kopfball zu dessen bester Tat in der ersten Hälfte (35.).

Auch aus der Kabine kam die Austria gefährlicher. Nach Stangl-Flanke fiel der Volley von Lucas Venuto jedoch zu zentral aus (50.). Zwölf Minuten danach verfehlte der Brasilianer das Tor deutlich, nachdem ein Holzhauser-Schuss von Kuttin zu kurz abgewehrt worden war. Erst nach 70 Minuten wurden die Gastgeber wieder gefährlich, doch der eingewechselte Marco Hausjell konnte den Ball nach einem eigentlich missglückten Schuss von Jonathan Scherzer nicht ins Tor ablenken.

Erfolgreiche Schlussoffensive von Admira

Es war der Startschuss für eine erfolgreiche Schlussoffensive. Alexander Merkel setzte sich im Mittelfeld gegen Holzhauser durch und schickte Grozurek, der in weiterer Folge Florian Klein austanzte und mit einem platzierten Schuss zu seinem sechsten Saisontor traf.

In der 83. Minute zeigte sich das violette Elend in seiner vollen Pracht: Ein aussichtsreicher Angriff wurde durch auf dem Boden liegende Schneebälle gestoppt, die frustrierte Austria-Fans aus dem Auswärtsblock auf das Spielfeld geworfen hatten. Ein Venuto-Pass wurde unannehmbar für Stangl abgefälscht. Sinnbildlicher kann man die Situation der Austria, für die der Zug nach Europa abgefahren scheint, fast nicht mehr darstellen.

Stimmen zum Spiel:

Ernst Baumeister (Admira-Trainer): „Wir haben die ersten 20 Minuten gebraucht, um ins Spiel zu kommen. Nach dem Ausgleich lief es besser. Wir hatten diesen Hunderter (Chance von Friesenbichler, Anm.) zu überstehen, den hat Manuel Kuttin gut gehalten. In der zweiten Hälfte waren wir besser. Wir haben nicht unverdient gewonnen. Schade, dass wir einige Chancen nicht zu Ende gespielt haben. Wir sind wie eine routinierte Mannschaft aufgetreten.“

Thorsten Fink (Austria-Trainer): „Gratulation an die Admira. Am Anfang sind wir gut ins Spiel gekommen. Dann haben wir leider schnell den Ausgleich kassiert. Wir hätten das 2:1 machen müssen. Nach der Pause haben wir auch zwei gute Chance gehabt. Die Admira hat bewiesen, dass sie gut drauf sind, Fußball spielen können und Selbstvertrauen haben. Wir müssen in der Woche Gespräche führen. Wir müssen daran arbeiten, dass es wieder aufwärtsgeht. Es gibt über jeden eine Diskussion, auch über mich. Ich werde weiter alles tun, um die Austria wieder in die Erfolgsspur zu bringen. Der Verein muss entscheiden, wie es weitergeht.“

Markus Kraetschmer (Austria-Vorstand): „Wir müssen das analysieren und dann Entscheidungen treffen. Es wäre falsch, jetzt irgendwelche Durchhalteparolen auszusprechen. Es gibt in dieser Situation kein Tabu, das nicht diskutiert werden kann.“

Tipico-Bundesliga, 24. Runde

Samstag:

Admira Wacker - Austria Wien 2:1 (1:1)

Maria Enzersdorf, BSFZ-Arena, 2.400 Zuschauer, SR Gishammer

Torfolge:
0:1 Madl (16.)
1:1 Schmidt (20.)
2:1 Grozurek (74.)

Admira: Kuttin - Zwierschitz, Lackner, Strauss, Scherzer - Vorsager, Ebner - Schmidt (63./Hausjell), Merkel (77./Holzmann), Grozurek - Kalajdzic (86./Maier)

Austria: Hadzikic - Klein, Madl, Ruan, Stangl - Serbest, Holzhauser (79./Prokop) - Venuto (81./De Paula), Alhassan, Pires - Friesenbichler (76./Monschein)

Gelbe Karten: Strauss bzw. Ruan

Die Besten: Lackner, Kuttin, Schmidt, Grozurek bzw. Madl, Serbest

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