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Spielerische Rückentwicklung

FK Austria Wien hat sich am Sonntagvormittag von Trainer Thorsten Fink getrennt. Die „Veilchen“ reagierten damit auf die Misserfolge der vergangenen Wochen. Zuletzt gab es am Samstag ein 1:2 bei der Admira, womit der Rückstand des Tabellensiebenten auf den ersten fixen Europacup-Rang auf zwölf Punkte anwuchs.

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Auch der gesamte Trainerstab der Wiener Austria musste zum Rapport. Neben Fink wurde auch Kotrainer Sebastian Hahn von den Aufgaben entbunden. Austria-Vorstand Markus Kraetschmer erklärte dazu: „Wir sind zum Schluss gekommen, dass wir jetzt Maßnahmen setzen müssen, um den Turnaround zu schaffen. Wir haben noch zwölf Runden und glauben an unsere Chance, deswegen haben wir diese Veränderung vorgenommen.“

Thorsten Fink

GEPA/Walter Luger

Die schlechten Leistungen der letzten Zeit wurden Fink zum Verhängnis

Der 50-jährige Fink versuchte die Trennung sachlich zu sehen: „Das Positive überwiegt, denn wir hatten erfolgreiche Jahre. Zuletzt haben aber die Ergebnisse nicht gepasst, und da hat man als Klub keine Zeit, um wochenlang auf eine Verbesserung zu warten. Ich wünsche dem Klub alles Gute für die Zukunft.“

Fink kritisiert Kaderpolitik

Fink hatte vor seinem Abgang einmal mehr die Kaderpolitik kritisiert. „Wir haben viele gute Spieler abgegeben und nicht gleichwertig ersetzt“, wollte er nicht die Alleinschuld für das desaströse Abschneiden auf sich nehmen. Zudem zog der Deutsche schon einmal vorsorglich Bilanz. „Ich habe zwei tolle Jahre bei der Austria gehabt.“

Austria unterliegt Admira

Die siebentplatzierte Wiener Austria musste sich beim Auftakt der 24. Bundesliga-Runde in der Südstadt Admira geschlagen geben.

Die spielerisch schwachen Auftritte der Austria und das Gefühl, die Abstimmung innerhalb der Mannschaft stimme ebenso wenig wie das Verhältnis zum Trainer, sorgten für immer mehr Unmut in der violetten Fangemeinde. Fink konnte den schwachen Herbst noch mit dem Einzug in die Gruppenphase der Europa League vereinsintern abfedern. Nach dem 1:2 in der Südstadt tat auch der Fanblock die seit Jahren latent vorhandene Kritik am Spielstil unter dem Deutschen schriftlich kund. Zu langsam, zu wenig kämpferisch sei die Austria.

Erste Telefonate mit Nachfolgern

Die Austria holte in vier Frühjahrsrunden nur einen Punkt. Die Wiener müssen sich damit wohl oder übel mit dem Gedanken anfreunden, die Comebacksaison in der runderneuerten Generali Arena ohne Gäste aus dem europäischen Ausland zu verbringen. Der Vorstand der Favoritner war daher am Samstagabend in der Südstadt laut eigener Aussage nach dem Gesehenen „extrem angefressen“.

Nachfolgekandidaten für Fink wollte der Verein noch nicht nennen. „Wir haben bereits erste persönliche Telefonate geführt, weitere werden im Laufe des Tages folgen. Hauptziel ist es, so rasch wie möglich jemanden zu finden, der mit uns bis zum Saisonende alles unternimmt, um unser Minimalziel Europa League noch zu schaffen“, so Kraetschmer.

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