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Honda wäre Ersatzkandidat

Renault muss bis Ende Mai wissen, ob das Red-Bull-Team auch 2019 mit Motoren des französischen Konzerns fahren wird. Das teilte der Konzern, der selbst ein Team in der Motorsport-Königsklasse betreibt, am Dienstag bei den Testfahrten in Montmelo bei Barcelona mit.

Renault beliefert seit dieser Saison neben Red Bull auch McLaren mit Triebwerken. Das Formel-1-Sportregulativ schreibt vor, dass die vier Motorenhersteller - neben Renault noch Mercedes, Ferrari und Honda - den Internationalen Automobilverband (FIA) im Mai darüber informieren müssen, mit wem sie für 2019 einen Vertrag abgeschlossen haben.

Sollte ein Team dann noch ohne Vereinbarung für die kommende Saison dastehen, würde es vom Motorenhersteller mit den wenigsten Partnern ausgerüstet werden. In diesem Fall würde also Honda zum Zug kommen, das heuer nach der einvernehmlichen Trennung von McLaren nur das Red-Bull-Schwesternteam Toro Rosso mit Power Units beliefert.

„Es gibt einen Zeitplan“

Das Verhältnis zwischen Renault und Red Bull ist seit dem Umstieg auf die V6-Turbohybridmotoren belastet. Davor hatte man zusammen von 2010 bis 2013 viermal in Serie die WM-Titel bei Fahrern (Sebastian Vettel) und Konstrukteuren gewonnen. Am Montag hatte Red-Bull-Teamchef Christian Horner trotz Tagesbestzeit seines australischen Piloten Daniel Ricciardo Bedenken geäußert, weil Renault bei den Motoren mehr auf Standfestigkeit als auf Leistung setze.

Christian Horner (Red Bull)

GEPA/xpb.cc/ Batchelor

Auf Christian Horner dürfte noch einige Arbeit zukommen

„Wir werden nicht ewig warten“, erklärte Renaults Formel-1-Chef Cyril Abiteboul am Dienstag. „Ich weiß, was Christian meint, wenn er sagt, dass er Optionen habe. Da hat er absolut recht. Doch es gibt einen Zeitplan. Ende Mai muss Klarheit darüber herrschen, wer künftig welches Team beliefert. Was uns betrifft, ist das unsere Deadline.“ Renault habe jedenfalls kein Problem damit, wenn es in Zukunft nur noch zwei Teams ausrüsten sollte. „Wir haben immer gesagt, dass Motorenlieferant ein seht schlechtes Geschäft ist“, sagte Abiteboul.

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