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Sieger von 2016 mit Anlaufschwierigkeiten

Dominic Thiem steht nach einem in 2:22 Stunden erkämpften 6:3 5:7 7:5-Erfolg gegen den britischen Qualifikanten Cameron Norrie im Achtelfinale des mit 1,789 Millionen Dollar dotierten ATP-Turniers in Acapulco.

Der in Mexiko als Nummer drei gesetzte Thiem hatte am Dienstag (Ortszeit) zum Auftakt des Hartplatzturniers, bei dem er 2016 einen seiner bisher neun Titel auf der ATP-Tour gewonnen hatte, aber mehr Mühe als erwartet. Norrie, aktuell die Nummer 113 der Welt, hielt im ersten Satz lange mit, ehe Thiem das entscheidende Break zum 5:3 gelang.

Cameron Norrie

APA/AP/Rebecca Blackwell

Cameron Norrie erwies sich als unangenehmer Auftaktgegner für Dominic Thiem

Im zweiten Durchgang ging es mit dem Aufschlag bis 4:4, dann nahm der Weltranglistensechste seinem Gegner erneut das Service ab und hatte sogar einen Matchball. Doch Norrie schlug postwendend zurück und schaffte mit einem weiteren Break den Satzausgleich. Auch der dritte Satz verlief ausgeglichen, erst im elften Game gelang Thiem das alles entscheidende Break. Er bekommt es nun im Achtelfinale mit dem Kanadier Denis Shapovalov zu tun, der den Japaner Kei Nishikori mit 6:7 (3/7) 6:3 6:1 bezwang.

„Großes Drama“ mit positivem Ende

„Es war ein sehr, sehr hartes Match. Es hätte schon früher aus sein sollen, nach dem zweiten Satz, ich habe da den Sack aber nicht zumachen können“, analysierte Thiem danach. Am Ende habe ein „großes Drama“ positiv für ihn geendet. „Das Wichtigste ist, dass ich gewonnen habe, das ist das Einzige, was mich interessiert.“

Im Vorjahr scheiterte der Niederösterreicher in Acapulco im Viertelfinale. Um erneut unter die letzten acht zu kommen, muss er nun in der Nacht auf Donnerstag (MEZ) Shapovalov bezwingen. Gegen den 18-Jährigen hat Thiem noch nie gespielt, ist vor dem Ranglisten-45. aber gewarnt. „Er ist ein sehr, sehr guter junger Spieler. Er ist einer der kommenden Superstars unseres Spiels. Ich freue mich schon darauf, das erste Mal gegen ihn anzutreten.“

Der Kanadier scheiterte vergangene Woche in Delray Beach erst im Halbfinale. Da dort auch auf Hartplatz gespielt wurde, hat der Linkshänder den Vorteil, besser auf dem Untergrund eingespielt zu sein. Thiem war vergangene Woche ja noch in Rio de Janeiro auf Sand im Einsatz, wo die Hoffnungen auf die erfolgreiche Titelverteidigung bereits im Viertelfinale zerstört wurden.

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