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Salzburg trotz Rotation in Torlaune

Die beiden aktuell besten Teams der tipico-Bundesliga haben im Viertelfinale des Uniqa-ÖFB-Cups souverän den Aufstieg ins Semifinale geschafft. Sowohl Tabellenführer und Titelverteidiger Red Bull Salzburg als auch Sturm Graz erfüllten am Mittwoch locker ihre Pflicht. Die Salzburger stimmten sich zudem mit ihrem Schützenfest gegen Austria Klagenfurt auf die kommenden Aufgaben in Liga und Europacup ein.

Die Salzburger präsentierten sich beim 7:0 gegen den Regionalligisten aus der Kärntner Landeshauptstadt einmal mehr blendend in Schuss und fuhren ihren 28. Cupsieg in Folge ein. Die „Bullen“ sind darüber hinaus schon seit 29 Pflichtspielen ungeschlagen. „Letztendlich ist das die Konsequenz der harten Arbeit. Wir haben auch heute gezeigt, dass bei uns schwer etwas zu holen ist“, sagte Coach Marco Rose.

Hannes Wolf (RBS)

GEPA/Mathias Mandl

Die Salzburger, im Bild Doppeltorschütze Hannes Wolf, hatten mit den Gästen aus Klagenfurt leichtes Spiel

Der Deutsche setzte erneut auf Rotation. Ein Qualitätsverlust war nicht zu bemerken, auch wenn der Drittligist kein Maßstab mit Blick auf die kommenden Aufgaben sein darf. Nach Rapid wartet in der Europa League der Auftritt bei Borussia Dortmund. „Es war für uns das Beste, wieder zu spielen, um dem Trainer zu beweisen, dass er auf uns bauen kann“, sagte Patrick Farkas. Zur Tatsache, dass Salzburg auch gegen Klagenfurt über 90 Minuten Druck aufbaute, meinte der Torschütze: „Das zeigt, dass wir einfach eine hungrige Mannschaft sind.“

Sturm-Coach kann aufatmen

Sturm Graz durfte mit dem 3:0 vor eigenem Publikum gegen den burgenländischen Landesligisten Wimpassing den ersten Sieg im fünften Match unter Heiko Vogel bejubeln. „Die Mannschaft hat die Favoritenrolle hervorragend gelöst“, meinte der Deutsche. Er habe seine Zuversicht auch nach den Niederlagen in der Liga nicht verloren, gab er weiter zu Protokoll.

Nach dem Schlusspfiff entschuldigte sich Vogel dezidiert für seine Wortmeldung, wonach es gegen Wimpassing „um Leben und Tod“ gehe. „Ich denke, ich bin ein halbwegs reflektierter Mensch und möchte mit dieser Aussage niemandem, für den es wirklich um Leben und Tod geht, zu nahe treten“, hielt der 42-Jährige nach der Partie im Rückblick auf die sensible Aussage fest.

Sturm Graz nimmt Hürde Wimpassing

Sturm wird gegen den burgenländischen Landesligisten seiner Favoritenrolle gerecht und zieht ins Cupsemifinale ein.

Perfekter Start

Gegen Wimpassing gelang Sturm durch Philipp Huspek ein Start nach Maß, der Flügelspieler traf schon in der zweiten Minute. Die Grazer ersparten sich damit ein Geduldsspiel gegen die auf eine kompakte Abwehr setzenden Gäste. „Wir hätten generell mehr Tore schießen müssen. Wichtig ist das Weiterkommen und dass wir mit diesem Sieg wieder Sicherheit gewonnen haben“, erklärte Torschütze Huspek nach der Partie.

Sportgeschäftsführer Günter Kreissl hielt mit Blick auf die frostigen Temperaturen trocken fest: „Wir haben die Pflicht unter schwierigen äußeren Bedingungen erfüllt.“ Praktisch im selben Atemzug nahm Kreissl die anstehenden Aufgaben ins Visier. In der Liga warten auf Sturm nun Auswärtsantritte beim LASK und der Admira. „Wir sind in den nächsten zwei Spielen in der Pflicht, Resultate zu bringen“, forderte der Sportchef.

Die Halbfinalisten - neben Salzburg und Sturm stehen mit Rapid Wien und SV Mattersburg ausschließlich Bundesligisten unter den Top Vier - erfahren ihre Semifinal-Gegner am kommenden Sonntag bei der Auslosung im Rahmen der ORF-Sendung „Sport am Sonntag“, Spieltermine sind der 17. und 18. April. Das Finale steigt am 1. Mai im Klagenfurter Wörthersee-Stadion.

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