Neue Strecken und Budgetreduktion
Der Rennkalender 2019 soll laut einem Plan der Verantwortlichen der Formel 1 um die Rennen in Miami und Hanoi erweitert werden. Laut einem Bericht des Fachmagazins „Auto, Motor und Sport“ sind die Grand-Prix-Premieren in der US-Metropole und der Hauptstadt von Vietnam eine ausgemachte Sache.
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Miami wäre ebenso Neuland wie Hanoi. Nach Austin in Texas wäre Miami der zweite Standort in den USA. Vietnam war bisher auf der Landkarte der Formel 1 ein weißer Fleck. In Fernost gastiert der PS-Zirkus traditionell in Japan und mittlerweile auch in China und Singapur. Jahrelang galt auch Malaysia, wo in der vergangenen Saison zum letzten Mal nach 19 Jahren gefahren wurde, als Fixpunkt im Kalender.
Comeback von Buenos Aires?
In Miami und Vietnams Hauptstadt soll auf Stadtkursen gefahren werden. „Mit hoher Wahrscheinlichkeit“ würden die beiden Städte nächstes Jahr Teil des Kalenders sein, berichtete „Auto, Motor und Sport“. Die Streckenführung des neuen Kurses in Hanoi soll demnach vom Internationalen Automobilverband (FIA) bereits abgenommen worden sein. Der geplante Stadtkurs in Miami werde am ersten März-Wochenende inspiziert, schrieb das Fachmagazin.

Reuters/Kham
Die dicht befahrenen Straßen von Hanoi sollen für den Formel-1-Zirkus geräumt werden
Zudem soll eine Rückkehr nach Buenos Aires möglich sein. In der argentinischen Metropole sind dem Fachmagazin zufolge aber die Finanzierung der Streckenumbauten und des Startgelds noch nicht geklärt. In Buenos Aires fanden bisher 21 Formel-1-Rennen statt, das letzte 1998. Ob dafür andere Strecken weichen müssen, ist offen. In diesem Jahr stehen bereits 21 Grands Prix vom 25. März bis 25. November auf dem Programm. Die Formel-1-Verantwortlichen stellten bereits in Aussicht, den Kalender über diese 21 Rennen hinaus auszuweiten.
Brawn will mehr Unterhaltung
Die Verantwortlichen der Formel 1 wollen zudem den Rennställen noch im ersten Halbjahr 2018 einen Plan zur Zukunft der Königsklasse vorlegen. Im Mittelpunkt sollen darin kleinere Budgets sowie mehr Spannung und Unterhaltung in den Rennen stehen. „Wir könnten einen faszinierenden Sport mit hochkomplexen Autos für weniger als die Hälfte des Geldes haben, das heute an der Spitze ausgegeben wird. Und keiner würde es merken“, wird Formel-1-Direktor Ross Brawn in „Auto, Motor und Sport“ zitiert. 2021 müsse alles stehen, betonte der Brite. Um welchen finanziellen Rahmen es sich handeln soll, verriet er nicht.
Seit Jahren wird über eine Kostenreduzierung in der Formel 1 diskutiert. Auf eine konkrete Obergrenze konnten sich die Beteiligten nie einigen. Auf eine reduzierte Formel 1 müssten sich die Fans bei geringeren Ausgaben nicht einstellen, meinte Brawn. „Überhaupt nicht. Wir wollen, dass die Autos attraktiv und spektakulär aussehen. Dafür braucht es entsprechende Regeln“, sagte der 63-Jährige, der nach dem Besitzerwechsel vor einem Jahr im Vorstand der Formel 1 ist.
Man wolle nicht, dass der Ausgang der Rennen vorhersehbar sei. „Perfektion und Berechenbarkeit killen jede Unterhaltung. Und darunter leidet der Sport heute“, sagte Brawn. Dass mittlerweile kaum noch Autos während eines Rennens ausfallen würden, sei zwar eine großartige technische Leistung, „aber leider erzählt das keine Geschichten. Was gab es früher für herzzerreißende Szenen, wenn ein Auto in den letzten Runden stehen geblieben ist.“
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