Bestzeit für Weltmeister bei Testfahrten
Im ersten direkten Duell mit Sebastian Vettel bei den Formel-1-Testfahrten in Montmelo bei Barcelona hat sich Weltmeister Lewis Hamilton die Bestzeit gesichert. Der britische Mercedes-Pilot drehte am Donnerstag in 1:19,333 Minuten die schnellste Runde der viertägigen Tests auf dem Circuit de Catalunya.
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Vettel hatte bei weiter niedrigen Temperaturen in seinem Ferrari fast eine Sekunde Rückstand und war damit nur Drittschnellster hinter dem belgischen McLaren-Fahrer Stoffel Vandoorne. Für Max Verstappen war die Einheit vorzeitig beendet. Der Niederländer drehte sich mit seinem Red Bull von der Strecke und rutschte ins Kiesbett. Sein RB14 musste mit einem Kran abtransportiert werden.
Kälte schmälert Aussagekraft
Die Aussagekraft der ersten Testfahrten hält sich angesichts der Kälte in Grenzen. Der Lerneffekt mit den neuen Autos war aufgrund des Winterwetters gering. Vettel geht davon aus, dass erst am 25. März beim WM-Auftakt in Australien Klarheit herrscht. „Das Auto funktioniert, wie gut, ist die Frage“, sagte der Deutsche. Antworten hätten die Testtage nicht gebracht. „Wenn es sehr kalt ist, ist es sehr schwer, die Reifen auf Temperatur zu bringen. Wenn man sich schwertut, die Reifen ans Arbeiten zu bringen, rutscht man nur rum.“
Entweder war es zu kalt, zu kalt und obendrein auch noch zu nass oder gar verschneit. „Es ist schade, wenn man den ganzen Tag verliert“, sagte Vettel. Zwei Grad Celsius werde man im Normalfall in dieser Saison auch nicht mehr erleben, meinte der 30-Jährige. Dabei ist gerade die erste der zwei Testphasen darauf ausgerichtet, möglichst viele Kilometer zu sammeln.

APA/AP/Francisco Seco
Sebastian Vettel war vor allem mit dem Wetter in Barcelona nicht glücklich
Deutliche Erwärmung für zweite Phase
Die zweite Periode steht in der kommenden Woche von Dienstag bis Freitag an, erneut auf dem Grand-Prix-Kurs bei Barcelona. „Ich hoffe, nächste Woche sind wir die Winterjacken los“, sagte Vettel. Laut Vorhersagen sollen die Temperaturen merklich auf 16 bis 17 Grad ansteigen, teilweise mit Sonnenschein.
Vettel geht aber davon aus, dass selbst danach immer noch Ungewissheit herrscht, wie sich die Kräfteverhältnisse in dieser langen Saison mit 21 Rennen gestalten. Hinweise darauf erwartet der vierfache Weltmeister erst beim ersten Rennen in Melbourne. „Fahren wir nach Australien, lassen die Hosen runter und schauen, wo wir sind“, so Vettel.
Im Vorjahr startete er dort gleich mit einem Sieg. Nach einer starken ersten Saisonhälfte inklusive Führung während der Sommerpause krönte sich aber schließlich Hamilton zum vierten Mal zum Champion. Das soll aus Vettels Sicht diesmal nicht wieder passieren.
Formel-1-Testfahrten in Montmelo
| Donnerstag: |
| 1. |
Lewis Hamilton |
GBR |
Mercedes |
1:19.333 |
69* |
| 2. |
Stoffel Vandoorne |
BEL |
McLaren |
1:19,854 |
110 |
| 3. |
Sebastian Vettel |
GER |
Ferrari |
1:20,241 |
120 |
| 4. |
Kevin Magnussen |
DEN |
Haas |
1:20,317 |
96 |
| 5. |
Fernando Alonso |
ESP |
McLaren |
1:20,929 |
51 |
| 6. |
Carlos Sainz |
ESP |
Renault |
1:20,940 |
60 |
| 7. |
Lance Stroll |
CAN |
Williams |
1:21,142 |
54 |
| 8. |
Sergio Perez |
MEX |
Force India |
1:21,973 |
65 |
| 9. |
Max Verstappen |
NED |
Red Bull |
1:22,058 |
35 |
| 10. |
Pierre Gasly |
FRA |
Toro Rosso |
1:22,134 |
147 |
| 11. |
Nico Hülkenberg |
GER |
Renault |
1:22,507 |
49 |
| 12. |
Valtteri Bottas |
FIN |
Mercedes |
1:22,789 |
60 |
| 13. |
Charles Leclerc |
MON |
Sauber |
1:22,808 |
59 |
| 14. |
Marcus Ericsson |
SWE |
Sauber |
1:23,825 |
79 |
| 15. |
Sergej Sirotkin |
RUS |
Williams |
1:31,979 |
47 |
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