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„Balanceakt“ für Teamchef Thalhammer

Für Österreichs Frauen steht am Montag beim Zypern-Cup in Larnaca mit dem Duell gegen Belgien (17.00 Uhr live in ORF Sport +) das letzte Gruppenspiel auf dem Programm. Für die Truppe von Teamchef Dominik Thalhammer geht es dabei nicht nur darum, den Aufwärtstrend nach dem 2:0-Erfolg über Tschechien fortzusetzen, sondern theoretisch noch um den Gruppensieg.

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Nach zwei Spielen (0:2-Niederlage gegen Spanien, 2:0-Sieg gegen Tschechien) liegen die Österreicherinnen mit drei Punkten vor dem letzten Spieltag auf Rang zwei hinter den Spanierinnen. Gelingt der ÖFB-Auswahl auch gegen Belgien ein Sieg und gibt Spanien parallel gegen die Tschechinnen Punkte ab, würde Österreich noch den Gruppensieg davontragen und gegen Italien das Finale um den Turniertitel bestreiten. Die Italienerinnen trennten sich am Montag - nach zuvor zwei Siegen - von Finnland 2:2.

„Das Maximale herausholen“

Für Teamchef Thalhammer zählt gegen die Belgierinnen vor allem aber wieder die spielerische Leistung. „Wir wollen das Maximale aus dem Turnier herausholen“, sagte der Trainer vor dem Duell gegen Belgien. Auch wenn der Gruppensieg möglich ist, will Thalhammer wieder „einige Spielerwechsel vornehmen und neue taktische Varianten probieren - es ist ein Balanceakt“. In den bisherigen beiden Partien gegen Spanien und Tschechien setzte der Teamchef bereits 19 Spielerinnen im Kader ein.

Sophie Maierhofer (AUT) und Lucie Vonkova (CZE)

GEPA/Daniel Goetzhaber

Sophie Maierhofer (l. gegen Tschechien) ist eine der bisher 19 eingesetzten ÖFB-Spielerinnen im Turnier

Gegen Belgien soll die Mannschaft dort ansetzen, wo sie gegen Tschechien aufgehört hat. „Wir haben gegen Tschechien vor allem im spielerischen Bereich wieder einen Schritt nach vorne gemacht, gute Lösungen gefunden und in der zweiten Halbzeit schlussendlich auch die Räume genutzt. Darauf wollen wir nun gegen Belgien weiter aufbauen“, sagte Thalhammer, der sich dank eines Doppelpacks von Laura Feiersinger über den ersten Sieg im Jahr 2018 freuen durfte.

Billa erstmals mit dabei

Gegen die Belgierinnen erwartet sich Thalhammer jedenfalls einen heißen Tanz. Die „Red Flames“ trotzten am zweiten Spieltag Spanien ein 0:0 ab. „Belgien ist eine sehr aggressive, zweikampfstarke Mannschaft, die bei der Euro im Sommer nur sehr knapp am Viertelfinal-Einzug gescheitert ist“, sagte der Teamchef. Das bisher letzte Aufeinandertreffen mit den von Ives Serneels betreuten Belgierinnen datiert aus dem Vorjahr. Im Rahmen des Cyprus Women’s Cup 2017 trennten sich die Teams im Spiel um Platz sieben nach regulärer Spielzeit mit 1:1. Im Elfmeterschießen hatten die Belgierinnen das bessere Ende für sich.

Thalhammer kann gegen Belgien erstmals im Turnier auch auf die Dienste von Nicole Billa zurückgreifen. Die Stürmerin von der TSG Hoffenheim reiste am Freitag nach auskurierter Krankheit ins Teamcamp nach. Die am Knie verletzte Verena Aschauer hat hingegen bereits die Heimreise angetreten, um ihre in Zypern begonnene Therapie in der Heimat fortzusetzen. Auch Julia Hickelsberger ist nach einer im Training erlittenen Zerrung abgereist. Für Letztgenannte wurde Laura Wienroither nachberufen und könnte in den verbleibenden Spielen (Gruppenphase und Platzierungsrunde) ihr Teamdebüt feiern.

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