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„Maskottchen gibt es nur am Stockerl“

Langläuferin Carina Edlinger geht in Pyeongchang in ihre ersten Paralympischen Winterspiele. Die zweifache Gesamtweltcup-Siegerin und regierende Doppelweltmeisterin geht bei ihrem Debüt als Favoritin in die Bewerbe der Blindenklasse. Gemeinsam mit ihrem Bruder Julian als Guide bildet sie ein nur schwer zu schlagendes Team.

Dabei ist Edlinger noch nicht lange im Parasport aktiv. Aufgrund eines seltenen Gendefektes im Netzhautbereich reduzierte sich ihr Sehvermögen seit 2015 auf inzwischen nur noch zwei Prozent. Seit Ende 2016 ist die 19-Jährige im Weltcup aktiv, und das mit bisher acht Einzelsiegen sehr erfolgreich. Trotz ihrer Erfolge geht Edlinger locker in ihre ersten Paralympics.

Carina Edlinger

GEPA/Erich Spiess

Carina Edlinger auf Medaillenjagd

„Ich bin nicht nervös, bei mir überwiegt die Freude. Es kann einfach nur cool werden, es wird die beste Zeit meines bisherigen Lebens werden. Das werde ich in vollen Zügen aufsaugen, und von diesen Erfahrungen und Erinnerungen werde ich sicher später noch lange zehren“, sagte sie. Als eine der erfolgreichsten Langläuferinnen der letzten Jahre sind ihre Ziele klar. „Ich würde gerne ein Maskottchen gewinnen, und das gewinnt man nur, wenn man am Stockerl ist. Über eine Medaille würde ich mich mehr als übermäßig freuen“, meinte Edlinger im Gespräch mit der APA.

Hoffen auf ordentliche Schneeverhältnisse

Die Verhältnisse in Südkorea kennt die Salzburgerin vom Weltcup im vergangenen Spätwinter. „Ich finde es eigentlich richtig super dort. Die Strecken sind sehr herausfordernd, aber genau das mag ich ganz gerne“, so Edlinger. Einzig die Schneeverhältnisse könnten ein Problem werden. „Der Schnee war eigentlich katastrophal. Aufgrund der vielen Bewerbe davor war er schon ziemlich kaputt“, sagte sie. Dennoch könnten ihr weiche Bedingungen entgegenkommen, denn „das mag ich eigentlich ganz gern.“

Im Gegensatz zum vergangenen Jahr hofft die 19-Jährige, diesmal etwas mehr von Südkorea mitzubekommen. „Auf das Land freue ich mich riesig, weil ich hoffe, dass ich heuer ein bisschen mehr Zeit drüben habe, das Ganze anzuschauen“, sagte sie. Für die Langläuferin beginnen die Paralympics am Montag über 15 Kilometer Freistil. Die Sprints stehen am Mittwoch auf dem Programm, zum Abschluss am 17. März die 7,5 Kilometer klassisch.

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