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„Minimalziel erreicht“

Markus Salcher hat gleich am ersten Tag der paralympischen Spiele in Pyeongchang für die erste österreichische Medaille gesorgt. Der Kärntner sicherte sich in der Abfahrt der Stehend-Kategorie trotz fehlerhafter Fahrt die Bronzemedaille. Für Claudia Lösch endete der Auftakt der Spiele in Südkorea enttäuschend.

Salcher, 2014 in Sotschi noch Paralympics-Sieger in Abfahrt und Super-G, musste diesmal dem Schweizer Theo Gmur und Arthur Bauchet aus Frankreich den Vortritt lassen. Auf Sieger Gmur fehlten dem Kärnrner 0,94 Sekunden, auf Silber allerdings nur zehn Hundertstelsekunden. „Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich Bronze gemacht habe. Leider hatte ich drei, vier Fahrfehler, die ich so nicht machen darf, aber das Minimalziel – nämlich eine Medaille – ist erreicht“, sagte Salcher.

Voller Angriff im Super-G

Für Salcher war Abfahrtsbronze die insgesamt vierte paralympische Medaille seiner Karriere. Vor vier Jahren in Sotschi hatte sich der 26-Jährige zu Gold in Abfahrt und Super-G auch Bronze im Riesentorlauf gesichert. Salchers Konzentration gilt nun auch der Wiederholung seines Sieges im Super-G. „Jetzt schaue ich, dass ich für den Super-G fit werde, um da wieder voll anzugreifen“, sagte der Kärntner mit Hinblick auf das Rennen am Sonntag.

Markus Salcher (AUT)

Reuters/OIS/IOC/Bob Martin

Salcher brachte trotz einiger Fehler die drittschnellste Zeit ins Ziel

Nico Pajantschitsch landete bei der Paralympics-Premiere in der Klasse Stehend auf Rang zwölf. „Perfekt war es sicher nicht, aber ich konnte mich vom Training zum Rennen steigern und bin zuversichtlich für den morgigen Super-G“, sagte der Kärntner. Ohne Medaille blieb auch Monoskifahrer Roman Rabl mit Platz fünf. „Es waren doch schon einige Schläge in der Piste, da habe ich leider ein, zwei zu viel erwischt. 0,65 Sekunden hinter Bronze ist bitter, aber der vierte Platz in Sotschi hat noch mehr wehgetan“, sagte der 26-jährige Tiroler.

Lösch kommt zu Sturz

Eine herbe Enttäuschung setzte es zum Auftakt der Paralympics 2018 für Claudia Lösch im Sitzendbewerb der Frauen. Die favorisierte Niederösterreicherin, der Abfahrtsgold noch in ihrer Sammlung fehlt, schied im oberen Teil aus. „Im Testevent ist mir letztes Jahr an der Stelle genau dasselbe passiert – wirklich lernfähig bin ich scheinbar nicht“, sagte Lösch nach ihrem Malheur.

Die Goldmedaille in der Königsdisziplin war das erklärte Ziel der 29-Jährigen, die sich 2010 Gold im Slalom und Super-G gesichert hatte. „Die Enttäuschung ist natürlich da, weil ich das gerne für mich persönlich erreicht hätte. Aber wir haben jetzt noch vier Rennen, ich kann grundsätzlich schnell fahren“, sagte die Niederösterreicherin. Lösch blickt bereits wieder nach vorn: „Schon morgen folgt der Super-G, muss ich eben den rocken!“

Medaillenspiegel Paralympics 2018

Gold Silber Bronze Gesamt
1. USA 13 15 8 36
2. Unabhängige Teilnehmer 8 10 6 24
3. Kanada 8 4 16 28
4. Frankreich 7 8 5 20
5. Deutschland 7 8 4 19
6. Ukraine 7 7 8 22
7. Slowakei 6 4 1 11
8. Weißrussland 4 4 4 12
9. Japan 3 4 3 10
10. Niederlande 3 3 1 7
11. Schweiz 3 0 0 3
12. Italien 2 2 1 5
13. Großbritannien 1 4 2 7
14. Norwegen 1 3 4 8
15. Australien 1 0 3 4
16. Finnland 1 0 2 3
. Neuseeland 1 0 2 3
. Südkorea 1 0 2 3
19. Kroatien 1 0 1 2
20. China 1 0 0 1
. Kasachstan 1 0 0 1
22. Österreich 0 2 5 7
23. Spanien 0 1 1 2
24. Schweden 0 1 0 1
25. Belgien 0 0 1 1
. Polen 0 0 1 1
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