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6:0-Schützenfest gegen Krisenclub

Bayern München marschierten weiter unaufhaltsam in Richtung sechsten Meistertitel in Folge. Das Team von Erfolgstrainer Jupp Heynckes hatte im Heimspiel mit dem Tabellenvorletzten Hamburger SV keine Probleme und siegte verdient 6:0 (3:0). Damit beträgt der Vorsprung der Münchner auf den ersten Verfolger Schalke 04 auch nach der 26. Runde 20 Punkte. David Alaba und Co. werden wohl schon im März als Meister feststehen.

Der HSV bleibt damit der Lieblingsgegner der Bayern. Die Hamburger, die am Montagabend vom 1. FC Köln mit einem Punktegewinn in Bremen auf den letzten Platz verdrängt werden können, haben nun in den jüngsten acht Niederlagen gegen die Münchner exakt 50 Gegentore kassiert und nur drei Treffer erzielt. Der HSV steuert damit weiter dem erstmaligen Abstieg entgegen. Nach der Beurlaubung von Vorstandschef Heribert Bruchhhagen und Sportdirektor Jens Todt droht auch Trainer Bernd Hollerbach ein baldiges Ende.

Triplepack Lewandowski, Doppelpack Ribery

Wie bei den vorangegangenen sieben Schützenfesten mit insgesamt 44 Bayern-Treffern nahm das Drama für die Hamburger früh seinen Lauf. Der 34-jährige Franck Ribery eröffnete den Trefferreigen in der achten Minute, es war das insgesamt 51.000. Tor der Ligageschichte. Robert Lewandowski erhöhte mit einem Doppelpack (12., 19.) schnell auf 3:0. Beim zweiten Treffer des Polen gab Alaba den Assist.

Robert Lewandowski (Bayern München)

Reuters/Michaela Rehle

Robert Lewandowski trug sich gegen HSV dreimal in die Schützenliste ein

Nach der Pause trafen Arjen Robben (55.) mit einem wuchtigen Schuss aus 16 Metern sowie erneut Ribery (81.), der bei seinem Solo gleich vier HSV-Spieler aussteigen ließ, und Lewandowski aus einem Foulelfer (90.). Der 29-Jährige, der kurz zuvor noch einen Foulelfer über die Latte (86.) gejagt hatte, hält nun bei 23 Ligasaisontoren.

Grillitsch-Assist bei Hoffenheim-Sieg

Der Tabellensiebente Hoffenheim feierte indes einen 3:0-Heimsieg über den VfL Wolfsburg. ÖFB-Teamspieler Florian Grillitsch, der bis zur 74. Minute im Einsatz war, leistete dabei die Vorarbeit zum Führungstor von Nico Schulz (18.). Die weiteren Treffer fielen durch Serge Gnabry (77.) und ein Eigentor von Joshua Guilavogui (80.). Während Hoffenheim weiter um einen Europacup-Platz spielt, blieb Wolfsburg auch im dritten Spiel unter Neo-Coach Bruno Labbadia sieglos und liegt nur knapp vor dem Relegationsplatz.

Die durch zwei Zähler getrennten Tabellennachbarn Hertha BSC und Freiburg trennten sich indes mit einem torlosen Remis. Die Berliner, bei denen ÖFB-Teamspieler Valentino Lazaro durchspielte, blieben damit auch im vierten Heimspiel dieses Jahres sieglos und mussten sich nach dem Schlusspfiff ein deutliches Pfeifkonzert gefallen lassen.

Gregoritsch führt Augsburg aus Krise

Mit dem ersten Erfolg nach zuvor vier sieglosen Spielen hat der FC Augsburg seine Minikrise beendet und sich wohl endgültig aller Abstiegssorgen entledigt. Das Team von Trainer Manuel Baum gewann bei Hannover mit 3:1 (2:1). Zum Matchwinner der Augsburger wurde Michael Gregoritsch, der die Gäste mit zwei Toren auf Erfolgskurs gebracht hatte.

Vor 36.500 Zuschauern erzielten Gregoritsch (26. und 83. Minute) und Gojko Kacar (45. +1) die Treffer für die Gäste. Salif Sane gelang der zwischenzeitliche Ausgleich für Hannover (37.). Für die Gastgeber war es die dritte Niederlage in Serie. Der Blick des Aufsteigers richtet sich nach unten, während es Augsburg als Siebenter in die obere Tabellenhälfte geschafft und sich damit den internationalen Plätzen angenähert hat. Der 23-Jährige Gregoritsch hält nun schon bei elf Saisontoren.

Stimmungsboykott auf den Rängen

Von Heimspielatmosphäre war für Hannover auch gegen Augsburg die meiste Zeit nicht viel zu spüren. Im Dauerzwist zwischen dem harten Kern der Hannover-Anhänger und Clubboss Martin Kind setzten die Ultras ihre Stimmungsboykott weiter fort. Zwar blieben Beschimpfungen gegen Kind diesmal aus, einige kritische Plakate gegen den 96-Präsidenten gab es aber dennoch.

Ansonsten blieb es in der HDI-Arena insgesamt aber weitgehend ruhig. Erst nach dem Ausgleichstreffer durch Sane wurde es erstmals etwas lauter. Der Abwehrchef, nach Gelb-Sperre in die Startformation zurückgekehrt, drosch den Ball aus gut 25 Metern ins Tor der Augsburger, die durch Gregoritsch per Kopf nach Flanke von Caiuby in Führung gebracht worden waren.

Erneute Führung vor Pausenpfiff

Der Führung der Gäste war zu diesem Zeitpunkt völlig verdient, hatten sie doch schon zuvor einige gute Chancen vorgefunden. Unter anderem stellte Jonathan Schmid 96-Torwart Philipp Tschauner mit einem Fernschuss vor Probleme.

Die Hausherren benötigten dagegen eine Weile, um in Schwung zu kommen. Nach dem 1:1 fanden die 96er zwar etwas besser in die Partie. Dennoch gingen sie mit einem Rückstand in die Pause. Wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff stand Kacar plötzlich völlig frei und sorgte für das 2:1.

Harnik bei Hannover wirkungslos

Nach dem Seitenwechsel drängten die Gastgeber zunächst auf den Ausgleich. Felix Klaus scheiterte an FCA-Keeper Marwin Hitz (54.), Iver Fossum zögerte völlig freistehend zu lange (57.).

Mit der Hereinnahme von Jonathas für den harmlosen Martin Harnik versuchte 96-Coach Andre Breitenreiter zudem noch einmal für neuen Elan zu sorgen. Doch in der Schlussphase kam von Hannover nicht mehr viel. Stattdessen schuf Gregoritsch sieben Minuten vor dem Ende nach einem Konter klare Verhältnisse.

Im Abendspiel kehrte dann Bayer Leverkusen mit Julian Baumgartlinger auf einen Champions-League-Platz zurück. Die Werkself sschlug Borussia Mönchengladbach mit 2:0 und ist mit 44 Punkten vorerst Dritter. Lucas Alario (39.) und Julian Brandt (93.) erzielten die Tore für die Leverkusener, bei denen Baumgartlinger durchspielte.

Deutsche Bundesliga, 26. Runde

Sonntag:

Stuttgart - Leipzig 0:0

Sabitzer (Leipzig) spielte durch, Ilsanker auf der Bank

Beginn 18.00 Uhr:

Dortmund - Frankfurt -:- (-:-)

Samstag:

Bayern München - HSV 6:0 (3:0)

Tore: Ribery (8., 81.), Lewandowski (12., 19., 89./Elfer), Robben (55.)

Alaba (Bayern) spielte durch

Hannover - Augsburg 1:3 (1:2)

Tore: Sane (33.) bzw. Gregoritsch (26., 83.), Kacar (45.+2)

Harnik (Hannover) bis zur 64. Minute, Gregoritsch und Hinteregger (beide Augsburg) spielten durch.

Hertha BSC - Freiburg 0:0

Lazaro (Hertha) spielte durch, Lienhart (Freiburg) auf der Bank

Hoffenheim - Wolfsburg 3:0 (1:0)

Tore: Schulz (18.), Gnabry (77.), Guilavogui (80./Eigentor)

Grillitsch (Hoffenheim) bis zur 78. Minute

Leverkusen - Mönchengladbach 2:0 (1:0)

Tore: Alario (39.), Brandt (93.)

Baumgartlinger (Leverkusen) spielte durch

Freitag:

Mainz - Schalke 0:1 (0:0)

Tor: Caligiuri (55.)

Burgstaller (Schalke) spielte durch, Schöpf ab 46. Minute

Montag, Beginn 20.30 Uhr:

Bremen - Köln -:- (-:-)

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