Themenüberblick

Lösch seit 2006 immer auf Podest

Österreichs Abordnung bei den Paralympischen Spielen von Pyeongchang 2018 hat am Sonntag zwei weitere Medaillen bejubeln dürfen. Claudia Lösch gewann im Super-G sitzend Silber, Markus Salcher holte sich im Stehendbewerb wie in der Abfahrt die Bronzemedaile. Das Duo erweiterte damit seine beachtliche Medaillensammlung bei Paralympics.

Lösch, die in der Abfahrt noch gestürzt war, musste sich im Super-G nur der Deutschen Anna Schaffelhuber geschlagen geben, die so wie in der Abfahrt zu Gold raste. Für die Niederösterreicherin war es die bereits achte Medaille bei Winterspielen. Seit Turin 2006 hat Lösch immer zumindest eine Medaille gewonnen.

Silber und Bronze bei Paralympics

Bei den Paralympischen Spielen in Südkorea sorgen Claudia Lösch und Markus Salcher mit Silber und Bronze im Super-G für die Medaillen Nummer zwei und drei aus österreichischer Sicht.

Trotz der Fortsetzung ihrer Serie trauerte die 29-Jährige ein klein wenig Gold nach. „Ich habe mir beim Sturz in der Abfahrt meinen richtig guten Rennski kaputt gemacht, den ich auch im Super-G verwenden wollte. Der zweite Ski ist auch schnell, aber nicht ganz so gut abgestimmt. Angesichts der Umstände ist Silber cool, aber ich hätte einfach mehr drauf“, sagte Lösch.

Salcher gelingt wieder Double

Für Salcher war die zweite Bronzemedaille in Pyeongchang das insgesamt fünfte Edelmetall seiner Karriere. Wie vor vier Jahren in Sotschi schaffte der Kärntner damit ein „Speed-Double“ - in Russland 2014 war es allerdings aus Gold gewesen. Salcher musste sich wie in der Abfahrt dem Schweizer Theo Gmur und Arthur Bauchet aus Frankreich geschlagen geben. Der Vorsprung des 26-Jährigen auf Platz vier betrug allerdings nur zwölf Hundertstelsekunden.

Markus Salcher (AUT)

ÖPC/Diener

Salcher schaffte es zum zweiten Mal in Pyeongchang auf das Podest der ersten drei

„Heute habe ich eindeutig Bronze gewonnen. Für Gold und Silber bin ich etwas zu sauber gefahren, und bei den Schlägen ist es mit meiner Behinderung schwer. Aber ich habe gutes Material und ein super Team, das immer hinter mir steht“, sagte Salcher. Warum er seinen Coup von vor vier Jahren nicht wiederholen konnte, war für den 26-Jährigen schnell erklärt: „Die Konkurrenz ist härter, die Leistungsdichte größer geworden. Und in Sotschi ist mir die Piste sicher mehr entgegengekommen, weil man sich da mehr überwinden musste. Aber ich werde mich über zweimal Bronze sicher nicht beschweren.“

Piste wirft Trio ab

Die restlichen Österreicher konnten im Kampf um die Medaillen nicht mitmischen. Thomas Grochar belegte zwar nur Rang 14, freute sich aber über einen gelungenen Test für die Super-Kombination: „Ein besseres Ergebnis wäre eine Überraschung gewesen – aber meine Disziplinen kommen noch.“ Nico Pajantschitsch und Martin Würz scheiden mit Stürzen aus. Blindensportler Gernot Morgenfurt fährt mit Guide Christoph Gmeiner bei der Paralympics-Premiere auf Rang acht. „Wir konnten heute wichtige Erkenntnisse für die nächsten Rennen sammeln“, sagte Morgenfurt.

Bei den Monoskifahrern kam Roman Rabl über Platz neun nicht hinaus und zeigte sich entsprechend enttäuscht. „Ich wollte natürlich um die Medaillen mitfahren, aber bei uns geht es so eng zu, da muss wirklich alles passen“, sagte der Tiroler. Simon Wallner kam zu Sturz und beschädigte dabei zu allem Überdruss auch noch seinen Monoski. Der Tiroler gab aber im Ziel Entwarnung: „Wir haben alle Ersatzteile mit, um die Reparaturen selbst durchzuführen.“

Medaillenspiegel Paralympics 2018

Gold Silber Bronze Gesamt
1. USA 13 15 8 36
2. Unabhängige Teilnehmer 8 10 6 24
3. Kanada 8 4 16 28
4. Frankreich 7 8 5 20
5. Deutschland 7 8 4 19
6. Ukraine 7 7 8 22
7. Slowakei 6 4 1 11
8. Weißrussland 4 4 4 12
9. Japan 3 4 3 10
10. Niederlande 3 3 1 7
11. Schweiz 3 0 0 3
12. Italien 2 2 1 5
13. Großbritannien 1 4 2 7
14. Norwegen 1 3 4 8
15. Australien 1 0 3 4
16. Finnland 1 0 2 3
. Neuseeland 1 0 2 3
. Südkorea 1 0 2 3
19. Kroatien 1 0 1 2
20. China 1 0 0 1
. Kasachstan 1 0 0 1
22. Österreich 0 2 5 7
23. Spanien 0 1 1 2
24. Schweden 0 1 0 1
25. Belgien 0 0 1 1
. Polen 0 0 1 1
Endstand nach 80 Entscheidungen

Links: