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Spanier peilt nächsten Titel an

Der Losail International Circuit in Katar ist am Sonntag Schauplatz des Auftakts der bereits 70. Motorrad-WM-Saison. Zum Jubiläum gibt es heuer gleich 19 Rennen sowie 24 Fahrer in der Königsklasse MotoGP. In dieser beginnt in Doha auch die Jagd auf den Favoriten Marc Marquez. Der Spanier hat von den letzten fünf Weltmeisterschaften vier gewonnen.

In Summe hält der erst 25-Jährige bei bereits sechs WM-Titeln, nachdem er zuvor schon Champion bei den 125ern (2010) und der Moto2 (2012) war. Seit Honda-Pilot Marquez in der höchsten Kategorie unterwegs ist, hat er nur einmal (Rang drei 2015) nicht den Titel geholt. „Ich bin schon sehr aufgeregt, dass es losgeht. Aber Katar ist nicht die einfachste Strecke für uns“, sagte Marquez vor dem ersten Rennen am Sonntagnachmittag.

Werksteams wieder vorn zu erwarten

In der MotoGP sind trotz des Rekordstarterfeldes die sechs Piloten der drei großen Werksteams weiterhin jene Fahrer, die wohl den Titelkampf unter sich ausmachen werden. Beim Honda Repsol Team blieb Daniel Pedrosa Teamkollege von Landsmann Marquez, bei Yamaha lautet das Duo erneut Valentino Rossi (ITA) und Maverick Vinales (ESP), Ducati vertraut weiter auf Jorge Lorenzo (ESP) und Andrea Dovizioso (ITA).

Andrea Dovizioso (ITA)

Reuters/Darren Staples

Dovizioso sorgte in der vergangenen Saison für eine spannende WM-Entscheidung

Der 32-jährige Italiener hielt den Titelkampf im Vorjahr bis zum Finale in Valencia offen und hinterließ auch bei den Wintertestfahrten einen starken Eindruck. Als Geheimtipp wird der Yamaha-Tech3-Pilot Johann Zarco gehandelt. Der Franzose sicherte sich auch die Poleposition für den ersten WM-Lauf 2018. Zarco war im Qualifying am Samstag 0,202 Sekunden schneller als Titelverteidiger Marquez. Dritter wurde der Italiener Danilo Petrucci (Ducati/0,207 zurück). Die KTM-Piloten Bradley Smith und Pol Espargaro kamen nicht über die Ränge 20 und 22 hinaus.

Mehrere Neuzugänge und großes Interesse

Von den fünf Neulingen ist der bekannteste Moto2-Weltmeister Franco Morbidelli aus Italien. Sein Teamkollege beim belgischen Honda-Kundenteam Marc VDS ist mit dem Schweizer Thomas Lüthi ebenfalls ein aus der Moto2 aufgestiegener MotoGP-Rookie. Der Japaner Takaaki Nakagami (LCR Honda), Hafizh Syahrin aus Malaysia (Yamaha Tech 3) und der Belgier Xavier Simeon (Ducati Avintia) sind die restlichen Neulinge.

Der 23-jährige Syahrin, der Ersatzfahrer für den erkrankten Jonas Folger, unterstreicht, dass die Begeisterung über die Motorrad-WM mit ihren über 250 PS starken MotoGP-Prototypen vor allem in Asien gerade durch die Decke geht. So werden beim neuen Rennen auf dem Chang International Circuit in Buriram in Thailand am 7. Oktober 300.000 Fans erwartet, nachdem schon bei den Testfahrten 30.000 zugeschaut haben.

Auch „Il Dottore“ wieder dabei

Sentimentaler Held ist erneut Valentino Rossi, auch wenn der letzte Titel des 39-jährigen Italieners schon neun Jahre zurückliegt. „Il Dottore“ nimmt mit Yamaha in seiner bereits 23. Saison einen weiteren Anlauf, um zum zehnten Mal Weltmeister zu werden. Der siebenfache Königsklassen-Champion würde damit hinsichtlich Gesamtzahl an Titeln zur alleinigen Nummer drei hinter seinem Landsmann Giacomo Agostini (15) und dem Spanier Angel Nieto (13) aufsteigen.

Valentino Rossi (ITA)

AP/Icon Sportswire/Hazrin Yeob Men Shah

Rossi misst sich auch heuer wieder mit der großteils deutlich jüngeren Konkurrenz

Offenes Rennen in der Moto2

In der Moto2 wird nach dem Weggang von Morbidelli und Lüthi ein offener Titelkampf erwartet. Titelanwärter sind Mattia Pasini und Alex Marquez. Der Bruder des MotoGP-Champions start in Katar aus der Poleposition. Beim KTM-Werksteam vertraut man weiter auf die Fahrer Miguel Oliveira und Brad Binder. Moto3-Weltmeister Joan Mir ist ebenso in die Moto2 aufgestiegen wie Bo Bendsneyder, der bei KTM Red Bull Ajao von Binders jüngerem Bruder Darryn ersetzt wird. Das KTM-Werksteam ist 2018 in der kleinsten Klasse mit nur noch einem Piloten am Start.

Grand Prix von Katar in Doha

Samstag:

MotoGP, Qualifying:
1. Johann Zarco FRA Yamaha 1:53,680
2. Marc Marquez ESP Honda + 0,202
3. Danilo Petrucci ITA Ducati 0,207
4. Cal Crutchlow GBR Honda 0,392
5. Andrea Dovizioso ITA Ducati 0,394
6. Alex Rins ESP Suzuki 0,659
7. Dani Pedrosa ESP Honda 0,688
8. Valentino Rossi ITA Yamaha 0,709
9. Jorge Lorenzo ESP Ducati 0,751
10. Jack Miller AUS Ducati 0,769
Moto2, Qualifying:
1. Alex Marquez ESP Kalex 2:00,299
2. Lorenzo Baldassarri ITA Kalex + 0,308
3. Francesco Bagnaia ITA Kalex 0,544
4. Miguel Oliveira POR KTM 0,547
5. Romano Fenati ITA Kalex 0,600
6. Danny Kent GBR Speed Up 0,666
7. Jorge Navarro ESP Kalex 0,739
8. Mattia Pasini ITA Kalex 0,763
9. Marcel Schrötter GER Suter 0,830
10. Sam Lowes GBR KTM 0,868

Sonntag:

Moto3 (18 Runden = 96,84 km):
1. Jorge Martin ESP Honda 38:18,207
2. Aron Canet ESP Honda + 0,023
3. Lorenzo Dalla Porta ITA Honda 6,746
4. Niccolo Antonelli ITA Honda 6,791
5. Gabriel Rodrigo ARG KTM 6,850
6. Fabio Di Giannantonio ITA Honda 6,916
7. Kaito Toba JPN Honda 6,946
8. Ayumu Sasaki JPN Honda 6,998
9. Jakub Kornfeil CZE KTM 7,156
10. Andrea Migno ITA KTM 7,699

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