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Hundertstel-Entscheidung in Aare

Vincent Kriechmayr ist beim Weltcup-Finale in Aare zur Topform aufgelaufen. Einen Tag nach seinem Ex-aequo-Sieg mit Matthias Mayer in der Abfahrt gewann der 26-Jährige am Donnerstag auch den Super-G und gab damit seine Visitenkarte für die WM 2019 ab, die im kommenden Februar wie schon 2007 in Aare in Szene geht.

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Kriechmayr setzte sich im letzten Saison-Super-G in einem Krimi auf der wegen zu starken Windes im oberen Teil verkürzten WM-Strecke 0,04 Sekunden vor dem Italiener Christof Innerhofer durch. Aksel Lund Svindal (NOR) und Thomas Dreßen (GER) belegten ex aequo Platz drei. Beide verloren acht Hundertstelsekunden auf Kriechmayr, der in seinem insgesamt 100. Weltcup-Rennen seinen dritten Saison- und Karrieresieg feierte und den zweiten in einem Super-G nach Beaver Creek im Dezember.

Sieg im letzten Super-G

Nach seinem Ex-aequo-Sieg in der Abfahrt gewann Vincent Kriechmayr beim Weltcup-Finale in Aare auch den Super-G und feierte damit seinen insgesamt dritten Saison- und Karriereerfolg.

Für Kriechmayr, der bei Olympia ohne Medaille geblieben war, ging die Saison damit mehr als versöhnlich zu Ende. „Ich war den ganzen Winter stark, habe aber zu viele Fehler gemacht. Dass es sich am Ende so gut ausgeht, hätte ich nicht gedacht. Man darf nicht unzufrieden sein, ich bin immer gesund im Ziel gewesen, das ist das Wichtigste“, gab sich der Oberösterreicher gefasst. Den Schwung der beiden Siege will Kriechmayr mitnehmen: „Es war eine lange Saison, und ich bin gut drauf. Und ich bin zuversichtlich, dass ich das nächste Saison auch schaffen werde.“

Platz zwei im Spezialweltcup

Durch seinen zweiten Saisonsieg kletterte Kriechmayr auch im Super-G-Weltcup in der Endabrechnung auf Platz zwei hinter Kjetil Jansrud, der die kleine Kristallkugel schon vor einer Woche mit dem Sieg in Kvitfjell fixiert hatte. In Aare wurde der Norweger hinter dem 37-jährigen Hannes Reichelt (+ 0,15), der als zweitbester der sechs Österreicher Platz fünf belegte, Sechster (0,19). Svindal beendete den Super-G-Weltcup 126 Punkte hinter Jansrud und 46 hinter Kriechmayr auf Platz drei. „Kjetil (Jansrud, Anm.) war zu stark, Gratulation. Vielleicht können wir ihn nächste Saison biegen“, sagte Kriechmayr.

Kjetil Jansrud (NOR)

GEPA/Andreas Pranter

Kjetil Jansrud gewann die kleine Kristallkugel im Super-G-Weltcup

Hirscher glänzt als Zehnter

Auch die weiteren Österreicher zeigten in Aare starke Leistungen. Der Kärntner Christian Walder erreichte als Neunter 0,42 Sekunden hinter seinem Teamkollegen Kriechmayr das beste Karriereergebnis. Weltcup-Gesamtsieger Marcel Hirscher glänzte in seinem ersten und einzigen Saison-Super-G als Zehnter (0,43). Max Franz wurde Zwölfter (0,45), Olympiasieger Matthias Mayer einen Tag nach seinem Sieg in der Abfahrt ex aequo mit dem Franzosen Alexis Pinturault 13. (0,46).

Vor allem Hirscher, der beim Weltcup-Finale der vergangenen Saison in Aspen im Super-G Elfter geworden war, gab sich als diesmal Zehnter zufrieden. „Dafür, dass ich zum ersten Mal da bin, war das sehr gut. Ich habe gedacht, wenn ich auf eine Sekunde dabei bin, wäre es richtig gut. Also bin ich sehr erleichtert und happy“, sagte der 29-Jährige, der im Riesentorlauf am Samstag und im Slalom am Sonntag noch einmal mit aller Kraft angreifen will. „Schauen wir, was dabei rauskommt. Es ist ein lässiges Gelände, ich freue mich drauf.“

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