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Packendes Finale in Gmunden

Kapfenberg hat sich am Sonntag in einem spannenden Endspiel bei den Swans Gmunden it 82:79 (43:33) durchgesetzt und damit den Cuptitel mit Erfolg verteidigt. Der Rekordsieger aus Oberösterreich hatte bis in die Schlusssekunden die Chance auf seinen siebenten Triumph, der Dreipunkter von Daniel Friedrich verfehlte jedoch das Ziel.

Somit durften sich die Bulls aus der Steiermark, bei denen Bogic Vujosevic mit 19 Punkten bester Spieler war und als MVP ausgezeichnet wurde, über ihren vierten Titel in Serie freuen: Kapfenberg hatte neben dem Cup 2017 auch die Meisterschaft und den Supercup gewonnen.

Trainer Mike Coffin (Kapfenberg)

GEPA/Florian Ertl

Für Kapfenberg-Headcoach Coffin war der Cuptitel ein ganz besonderer Sieg

Aufholjagd von Gmunden

Nach einem ausgeglichenen Anfangsviertel zogen die Steirer im zweiten Abschnitt auf 4:3 33 heran. Auffallend am Zehnpunkterückstand zur Pause war, dass Enis Murati bis dahin auf keinen einzigen Punkt gekommen war. Nach der Pause schaffte er immerhin noch zehn Zähler.

Angeführt von Tilo Klette - mit 22 Punkten Topscorer des Spiels - kamen die Gmundner bis zum Ende des dritten Viertels bis auf einen Punkt heran, mit einem 56:57 ging es in den letzten Abschnitt. Da begaben sich die Kapfenberger rasch auf die Siegerstraße, doch noch einmal wurde es eng. Zum Ausgleich reichte es aber knapp nicht mehr.

„Ein großes Kompliment an mein Team, das sich unglaublich zurückgekämpft hat und den Fans ein tolles Finale geboten hat“, sagte Swans-Headcoach Bernd Wimmer.

Besonderer Erfolg für Coffins

Für Kapfenberg-Coach Mike Coffin ist es der erste große Triumph seiner Trainerkarriere. „2004 hatte ich in Gmunden meinen letzten großen Titel“, erinnerte der Coach an seinen Ligaerfolg mit Kapfenberg als Spieler. „Das ist wieder ein unglaubliches Gefühl.“ Sein Sohn Marck Coffin führte sein Team als Kapitän an. „Das ist hoch oben, weil es zusammen mit meinem Sohn ist“, meinte der Vater. Sprössling Marck sprach von einem „beinharten Kampf“ und einem „engen Spiel“.

Aufseiten der Verlierer wirkte Klette stellvertretend recht gefasst. „Es ist ein bisschen deprimierend. Wir haben uns ganz gut geschlagen. Wir können uns keine großen Vorwürfe machen, haben bis zum Ende gekämpft.“ Gmunden-Manager Harald Stelzer sprach fair von einem verdienten Sieg der Kapfenberger. Im Endeffekt war die Wurfquote bei den Dreiern entscheidend, hier hatten die Gäste ein klares Plus.

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