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Verletzungssorgen beim Titelverteidiger

Der Weg der Golden State Warriors zur Titelverteidigung in der National Basketball Association (NBA) ist seit dem Wochenende deutlich schwieriger geworden. Die bereits für das Play-off qualifizierten Kalifornier müssen zu Beginn der entscheidenden Saisonphase auf Superstar Stephen Curry verzichten. Aber auch sonst plagen Trainer Steve Kerr Verletzungssorgen.

Curry, Spielmacher der Kalifornier und bereits zweimal (2015 und 2016) als wertvollster Spieler (MVP) der NBA-Saison ausgezeichnet, hatte sich am Freitag beim 106:94-Heimsieg über die Atlanta Hawks eine Innenbandverletzung im linken Knie zugezogen. Eine MRT-Untersuchung ergab, dass der 30-Jährige mindestens drei Wochen pausieren muss. Laut Medizinern beträgt die Ausfallsdauer in einem solchen Fall aber normalerweise sechs Wochen.

Stephen Curry (Warriors) und Dennis Schroeder (Hawks)

APA/AP/Jeff Chiu

Curry (r.) erhielt nach dem Sieg über Atlanta die Hiobsbotschaft

Start im Play-off wackelt

„Er wird auf keinen Fall in der ersten Runde spielen können. Wir werden ihn in drei Wochen wieder untersuchen“, teilte Trainer Steve Kerr am Sonntagabend mit. Curry kann aktuell zumindest ohne Krücken gehen. Anders als sein Trainer hofft der 30-Jährige noch auf einen Einsatz zum Play-off-Start. „Hoffentlich liegt der Trainer falsch, und ich kann schnell zurückkommen“, sagte Curry, der „positiv bleiben“ will. „Ich werde jetzt in der Reha meinen Job machen und abseits des Feldes alles für das Team tun.“

Gerade vor der aktuellen Zwangspause hatte der Point Guard sechs Spiele wegen einer Knöchelverletzung gefehlt, auch im Dezember war er deswegen bei elf Begegnungen nicht dabei gewesen. „Das ist natürlich schon frustrierend“, betonte Curry. An den sportlichen Zielen der Warriors würde sich trotz seiner Zwangspause nichts ändern. Er werde noch vor Saisonende zurückkehren und „alles tun, damit unser Team wieder die Meisterschaft gewinnt“, bekräftigte Curry, der mit dem Team aus Oakland 2015 und im Vorjahr Champion wurde.

Allstars angeschlagen

Kerr ist überzeugt, dass sich sein Kapitän schnell erholen wird. „Wir wissen, dass Steph nach Verletzungen immer gut gespielt hat. Es besteht also die Chance, dass wir nach seiner Rückkehr wieder auf dem höchsten Niveau spielen können. Das muss unser Ziel sein“, erklärte der 52-jährige Headcoach. Aktuell erreichen die Warriors das höchste Niveau nicht. Am Sonntag setzte es eine klare 91:110-Niederlage auf eigenem Parkett gegen die Utah Jazz.

Die „Dubs“ aus Oakland mussten gegen die Jazz neben Curry allerdings weitere Leistungsträger vorgeben. Gegen Utah fehlten dem Titelverteidiger auch die drei anderen All-Stars Kevin Durant (Rippenfraktur), Draymond Green (Beckenprellung) und Klay Thompson (Daumenbruch). Zumindest Small Forward Durant und Power Forward Green sollen schon am Dienstag im Heimspiel gegen die Indiana Pacers wieder einsatzfähig sein.

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