Beim Urinieren erwischt: Rot für Torhüter

Armando Prisco ist seine verrichtete Notdurft zum Verhängnis geworden: Der Torhüter des italienischen Viertligisten Messina litt am Sonntagabend im Derby gegen Igea an schwerem Harndrang. Fünf Minuten vor Abpfiff der Partie konnte er nicht mehr anders und urinierte hinter sein Tor - und das, obwohl er erst nach der Pause eingewechselt worden war.

„Ich habe so getan, als ob ich mich dehne, weil ich wusste, dass ich beobachtet werde. Und ich wollte nicht, dass die Leute mitbekommen, was ich tue“, sagte Prisco nach dem Spiel. Nachdem er vom Referee erwischt und zu dem Vorfall befragt worden war, gab er seinen Lapsus zu. „Ich war ehrlich genug, es ihm zu sagen. Und ich glaube, es hat sonst niemand mitbekommen. Er (der Schiedsrichter, Anm.) hat es ein bisschen zu persönlich genommen.“

Trotz des Geständnisses schickte der Unparteiische Prisco nach dessen Geständnis mit Rot vom Feld. Weil Messina das Wechselkontingent bereits ausgeschöpft hatte, musste ein Verteidiger für die restliche Spielzeit das Tor hüten. Mit Erfolg: Die Partie endete torlos. Prisco gelobte nach dem Match jedenfalls Besserung: „Ich versuche, mich künftig zusammenzureißen. Ich bin 21 und noch nicht inkontinent.“