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„Wollen das im Sommer fortsetzen“

Russland, Deutschland und Brasilien - die österreichische Fußballnationalmannschaft ist sich bewusst, dass nach dem aktuellen Erfolgslauf im Sommer größere Herausforderungen warten. „Jetzt gilt es ruhig zu bleiben und bodenständig“, sagte Teamchef Franco Foda nach dem 4:0 am Dienstag im Test in Luxemburg.

Es war der dritte Sieg im dritten Länderspiel unter dem Deutschen - der beste Start eines ÖFB-Teamchefs seit Erich Hof im Jahr 1982, für Foda aber nicht mehr als ein „schönes Nebengeräusch“. Im Mittelpunkt stand die Entwicklung der Mannschaft, um auf die Testspielkracher im Sommer und die folgende Nations League im Herbst vorbereitet zu sein. Marko Arnautovic sieht das ÖFB-Team diesbezüglich auf einem guten Weg.

Österreich besiegt Luxemburg

Vier Tage nach dem 3:0-Heimsieg gegen Slowenien hat Österreichs Nationalteam auch das nächste Testspiel souverän gewonnen. Die ÖFB-Auswahl setzte sich in Luxemburg mit 4:0 durch.

„Wissen, was unsere Aufgabe ist“

„Ich denke, dass die Euphorie auch wieder zurückkommt bei uns zu Hause“, meinte der Offensivstar. „Wir wollen das im Sommer fortsetzen. Dann messen wir uns mit den Besten.“ Auch gegen Russland (30. Mai in Innsbruck), Deutschland (2. Juni in Klagenfurt) und Brasilien (10. Juni in Wien) wolle man die eigenen Qualitäten ausspielen - und die unter Foda neu eingeübte flexiblere Taktik. „Der Trainer spielt ein anderes System. Ich denke, das passt uns“, sagte Arnautovic. „Der Trainer stellt uns immer gut ein vor jedem Spiel. Wir wissen, was unsere Aufgabe ist.“

Marko Arnautovic, Sebastian Prödl, Aleksandar Dragovic (AUT) und Andreas Ulmer

GEPA/Christian Ort

Arnautovic kommt mit der flexiblen Taktik unter Foda blendend zurecht

Seine eigene ist es, Tore und Assists zu liefern - in Luxemburg gelang beides. Der 28-Jährige hält nach 69 Länderspielen bereits bei 19 Treffern. Drei Tore erzielte Arnautovic alleine in den ersten beiden Partien dieses Jahres. „Ich wollte auf die 20 kommen, leider bin ich jetzt nur auf den 19“, sagte der West-Ham-Stürmer. Sein Ziel sei es, in der ÖFB-Schützenliste den zuletzt nicht nominierten Marc Janko (28 Tore) zu überholen. „Dann schauen wir, wie es weitergeht.“

Gregoritsch und Grillitsch nutzten Chance

Mit Michael Gregoritsch und Florian Grillitsch erzielten zwei Akteure ihre Premierentreffer im Nationalteam. „Wir können aus dem Lehrgang viel mitnehmen“, meinte Gregoritsch. „Wir haben sehr viel Qualität.“ Grillitsch ergänzte, dass das Team nach zwei Camps unter Foda noch in der Findungsphase sei. „Aber wir wissen, was der Trainer von uns will. Wir können zuversichtlich in die Zukunft blicken. Es klappt immer besser.“

Grillitsch selbst überzeugte im zentralen Mittelfeld ebenso wie Alessandro Schöpf vier Tage davor gegen Slowenien (3:0) - ein Indiz dafür, dass der ÖFB-Kader derzeit eher breiter denn schmäler wird. Für Louis Schaub war in beiden Spielen kein Platz in der Startformation. Foda argumentierte das aber einzig und allein mit der Muskelverletzung, die dem Rapid-Profi bis Anfang März zu schaffen gemacht hatte.

Schaub gestand, ein „bisschen enttäuscht“ zu sein, seine Torserie im Nationalteam setzte er im neuen Jahr dennoch fort. Der Mittelfeldspieler hat in den vergangenen sechs Länderspielen fünfmal getroffen. „Ich hätte die Quote auch gern bei Rapid“, sagte Schaub. Da hält er erst bei vier Saisontreffern.

Foda schöpft aus dem Vollen

Serviert wurde ihm sein fünftes Tor im achten Länderspiel von Peter Zulj. Der Mittelfeldspieler war neben dem fast ungeprüften Torhüter Jörg Siebenhandl und Stefan Hierländer einer von drei Akteuren, die in Luxemburg zu ihrem Teamdebüt kamen. Alle drei betreute Foda im Herbst noch bei Sturm Graz. „Es ist gut für einen Trainer, wenn Spieler nachrücken und variabel einsetzbar sind“, lobte der Neo-Teamchef.

Lob gab es für Zulj und den ebenfalls erstmals nominierten Xaver Schlager auch von Arnautovic. „Jeder ist wichtig, nicht nur die ersten Elf“, betonte der 28-Jährige. „Es sind alle 24 wichtig, die einberufen sind, und jeder muss mitziehen, und jeder muss an einem Strang ziehen. Wenn das passiert, können wir auch viel erreichen.“

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