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ÖFB-Team feiert fünften Sieg in Folge

Österreichs Nationalmannschaft hat im dritten Spiel unter Teamchef Franco Foda den dritten Sieg gefeiert. Die ÖFB-Auswahl gewann am Dienstagabend in einem Testmatch in Luxemburg souverän mit 4:0 (2:0). Die Tore vor 2.100 Zuschauern im Stade Josy Barthel erzielten Marko Arnautovic (4.), Florian Grillitsch (39.), Michael Gregoritsch (59.) und Louis Schaub (84.).

Foda legte damit den besten Start eines österreichischen Nationaltrainers seit Erich Hof hin, dessen drei Auftaktpartien im Jahr 1982 ebenfalls gewonnen worden waren. Außerdem holte das ÖFB-Team den bereits fünften Länderspielsieg in Folge - und das, obwohl im Vergleich zum 3:0-Heimerfolg am Freitag gegen Slowenien personell kräftig durchgemischt wurde.

Österreichische Spieler jubeln

APA/Georg Hochmuth

Die Österreicher durften sich gleich viermal zu Toren gratulieren

Gleich sieben Änderungen in der Startformation nahm Foda vor. So kam etwa Goalie Jörg Siebenhandl zu seinem Debüt, außerdem rückten Aleksandar Dragovic, Andreas Ulmer, Moritz Bauer, Grillitsch, Florian Kainz und Gregoritsch neu in die Anfangself.

Arnautovic trifft als Mittelstürmer

Arnautovic agierte diesmal als Mittelstürmer, was sich schon in der vierten Minute bezahlt machen sollte. Nach einem weiten Pass von Sebastian Prödl enteilte der Doppeltorschütze gegen Slowenien der Luxemburger Abwehr und schupfte den Ball gekonnt über Goalie Anthony Moris zu seinem 19. ÖFB-Treffer ins Netz. Zwei Minuten später spielte Arnautovic auf Grillitsch, der Distanzschuss des Hoffenheim-Legionärs wurde von Moris pariert.

Arnautovic sorgt für Start nach Maß

Marko Arnautovic nahm sich in der vierten Minute einen weiten Pass von Sebastian Prödl ideal mit und überlupfte Luxemburg-Tormann Anthony Moris gefühlvoll zum 1:0.

Praktisch im Gegenzug lieferte die Nummer 83 der FIFA-Weltrangliste - Österreich ist aktuell 28. - ihre einzige wirklich gefährliche Offensivaktion der gesamten Partie ab. Gerson Rodrigues verpasste einen Querpass knapp vor dem Tor nur um Zentimeter. Der Offensivspieler wäre zwar im Abseits gestanden, das Tor hätte aber offenbar gezählt.

Premierentore von Grillitsch und Gregoritsch

Danach hielt der Schlendrian Einzug im Spiel der Österreicher. Den Gästen unterliefen bei zwischenzeitlich stärker werdendem Regen im Spielaufbau viele Schlampigkeitsfehler, weshalb lange kein gelungener Angriff lanciert wurde, ehe Dragovic in der 33. Minute eine Hereingabe von Arnautovic knapp verfehlte. Sechs Minuten später stand es dann 2:0 für Österreich: Grillitsch luchste Kevin Malget den Ball ab, zog allein aufs Tor und bezwang Moris. Für den Niederösterreicher war es im siebenten Länderspiel das erste Tor.

Florian Grillitsch (AUT)

APA/Georg Hochmuth

Eine Einzelaktion von Florian Grillitsch führte zum zweiten Treffer

In der 59. Minute durfte auch noch Gregoritsch über seinen Premierentreffer im siebenten ÖFB-Einsatz jubeln, nachdem er acht Minuten zuvor noch einen Freistoß über das Tor gesetzt hatte. Grillitsch fing einen Fehlpass der Luxemburger ab und spielte Arnautovic frei, der den Ball zunächst nicht optimal mitnahm, nach einem Duell mit Moris aber am Ball blieb und ideal auf Gregoritsch flankte - der Steirer hatte keine Mühe, aus kurzer Distanz per Kopf zu vollenden.

Gregoritsch köpfelt zum 3:0 ein

Beim dritten Tor in der 59. Minute bewies Marko Arnautovic Übersicht, hob den Ball zu Michael Gregoritsch, der am Fünfer nur einnicken musste.

Drei Sturm-Spieler geben Teamdebüt

In der Folge hatten die Österreicher die Partie im Griff, Höhepunkte blieben allerdings auch aufgrund der vielen Wechsel und des dadurch verloren gegangenen Spielflusses rar. Foda nützte das gesamte Austauschkontingent und brachte sechs neue Spieler, darunter auch die Debütanten Stefan Hierländer und Peter Zulj, womit der Coach insgesamt drei Kickern seines Ex-Clubs Sturm Graz zu ihrem ersten Länderspiel verhalf.

Ihrem vierten Tor nahe kam die ÖFB-Elf wieder in der 78. Minute, doch Alessandro Schöpf und Hierländer fanden in Moris ihren Meister. In der 84. Minute gelang schließlich doch noch das 4:0: Nach einer sehenswerten Kombination über Guido Burgstaller und Zulj traf Schaub aus kurzer Distanz und erzielte sein fünftes Tor in den jüngsten sechs Länderspielen.

Makellose Bilanz gegen Luxemburg

Dadurch setzte es für Luxemburg die sechste Niederlage im sechsten Duell mit Österreich, die erste Schlappe nach drei Partien und die erste Niederlage nach vier Heimspielen. Das ÖFB-Team hingegen ist seit sechs Partien ungeschlagen und feierte den höchsten Auswärtssieg seit dem 5:0 in Liechtenstein vor fast genau drei Jahren. Weiter geht es für die Foda-Truppe mit den Testspielen am 30. Mai in Innsbruck gegen WM-Gastgeber Russland, am 2. Juni in Klagenfurt gegen Weltmeister Deutschland und am 10. Juni in Wien gegen Rekordweltmeister Brasilien.

Freundschaftliches Länderspiel

Dienstag:

Luxemburg - Österreich 0:4 (0:2)

Stade Josy Barthel, 2.100 Zuschauer, SR Nevalainen (FIN)

Torfolge:
0:1 Arnautovic (4.)
0:2 Grillitsch (39.)
0:3 Gregoritsch (59.)
0:4 Schaub (84.)

Luxemburg: Moris - Malget (46./Mahmutovic), Philipps, Carlson - Jans, Gerson, Barreiro (63./Skenderovic), Jänisch (58./Da Mota) - Thill (76./Sinani), Turpel (46./Deville), Rodrigues

Österreich: Siebenhandl - Bauer, Prödl, Dragovic, Ulmer - Baumgartlinger (65./Schlager), Grillitsch (81./Zulj) - Lazaro (62./Schöpf), Gregoritsch (75./Burgstaller), Kainz (62./Schaub) - Arnautovic (68./Hierländer)

Gelbe Karten: Da Mota, Mahmutovic bzw. Prödl, Bauer, Burgstaller

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