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Erster Auswärtssieg im Halbfinale

Der HC Bozen Südtirol hat die Serie der Heimsiege im Halbfinale der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) durchbrochen und sich gegen die Vienna Capitals den Heimvorteil geholt. Die Bozener gewannen am Donnerstag in Wien mit 3:2 nach Verlängerung und liegen in der „Best of seven“-Serie nun mit 2:1 voran. Red Bull Salzburg besiegte die Liwest Black Wings Linz mit 4:2 und führt ebenfalls mit 2:1. Weiter geht es am Samstag in Bozen und Linz.

In Wien fehlten den Caps nur 27 Sekunden zum Sieg. Alexander Petan belohnte die Schlussoffensive der Südtiroler mit dem Ausgleichstreffer zum 2:2. In der folgenden Verlängerung schoss Angelo Micelli die Gäste nach exakt 4:46 Minuten zum Sieg. Damit sind nun die Bozener, die im vergangenen Jahr im Halbfinale gegen die Capitals sieglos ausgeschieden sind, im Vorteil.

Jubel bei Bozen

GEPA/

In der fünften Minute der Verlängerung durften die Bozener über den Auswärtscoup bei den Capitals jubeln

Dramatische Schlussphase

Der Meister hatte vor 5.550 Zuschauern in den ersten 30 Minuten dominiert, es aber verabsäumt, die Überlegenheit auch in einen klaren Vorsprung umzumünzen. Bozen überstand zunächst acht Minuten in Unterzahl, kurz vor der ersten Pause ging der Titelverteidiger durch Jamie Fraser aber doch in Führung (19.).

Ab Mitte des Mitteldrittels kamen die Südtiroler immer besser ins Spiel und durch Petan im Schlussabschnitt dann auch zum 1:1-Ausgleich (43.). Die Wiener gingen durch Kelsey Tessier aber neuerlich in Führung (52.), schafften es dann trotzdem nicht, den Vorsprung über die Zeit zu bringen. Der wieder freistehende Petan bestrafte die defensive Nachlässigkeit. In der Verlängerung waren zunächst die Wiener am Drücker, konnten aber ein Powerplay nicht nützen und mussten schließlich das Eis als Verlierer verlassen.

Hausherren setzten sich in Salzburg durch

Salzburg legte den Grundstein zum Sieg im starken ersten Drittel und gab die Führung nicht mehr aus der Hand. Die Gastgeber machten vor 3.400 Zuschauern in den ersten Minuten enormen Druck und verwerteten auch gleich das erste Powerplay durch Thomas Raffl (4.). In der 16. Minute profitierte Alexander Pallestrang von einer Energieleistung des Vorbereiters Michael Schiechl und traf aus einem Gestocher vor dem Tor zum 2:0.

Red Bull Salzburg

GEPA/Matthias Hauer

Hart umkämpft war auch das dritte Duell zwischen Salzburg und Linz

Im Mitteldrittel gelang den Black Wings zweimal der Anschlusstreffer. Salzburg schlug aber stets schnell zurück und ging neuerlich mit einem Zweitorevorsprung in das Schlussdrittel, in dem die Mannschaft von Greg Poss keinen Treffer mehr zuließ. „Alle vier Linien haben ihren Job gemacht und waren gut in den Zweikämpfen. Diese mentale Energie wollen wir nun auch ins vierte Spiel in Linz mitnehmen“, sagte Poss.

Erste Bank Eishockey Liga, Play-off-Semifinale

Donnerstag:

Vienna - Bozen 2:3 n.V.

(1:0 0:0 1:2 / 0:1)

Wien, 5.550 Zuschauer

Tore: Fraser (19.), Tessier (52.) bzw. Petan (43., 60.), Micelli (65.)

Strafminuten: 14 bzw. 16

Stand in der „Best of seven“-Serie: 1:2

Salzburg - Linz 4:2

(2:0 2:2 0:0)

Salzburg, 3.400 Zuschauer

Tore: Raffl (4./PP), Pallestrang (16.), Schremp (29.), Hughes (35.) bzw. Ph. Lukas (27.), DaSilva (33./PP)

Strafminuten: 4 bzw. 8

Stand in der „Best of seven“-Serie: 2:1

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