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Kein Referee aus Österreich und England

Zweieinhalb Monate vor dem Eröffnungsspiel hat der Weltfußballverband (FIFA) seine Schiedsrichterliste für die Fußball-WM vom 14. Juni bis 15. Juli in Russland veröffentlicht. Wie erwartet wird kein österreichischer Schiedsrichter zum Einsatz kommen. Damit bleibt Konrad Plautz der letzte heimische Spielleiter, der bei einem Großereignis pfeifen durfte. Der Tiroler war bei der Heim-EM 2008 aktiv.

Auf der am Donnerstag von der FIFA veröffentlichten Refereeliste für die Endrunde finden sich keine Unparteiischen aus der heimischen Liga. Damit befindet sich Österreich in prominenter Gesellschaft - erstmals seit 1938 ist auch kein britischer Spielleiter für eine WM nominiert.

Ravshan Irmatov

APA/AFP/Saeed Khan

Der Usbeke Rawschan Irmatow ist mit neun geleiteten WM-Spielen Rekordhalter unter den Schiedsrichtern

Dafür darf der Deutsche Felix Brych neben 35 weiteren Referees aus 34 anderen Nationen, darunter zum Beispiel Tahiti, Äthiopien, Gambia und Usbekistan, im Sommer zum zweiten Mal bei einer Fußball-WM pfeifen. Der 42-Jährige ist als einziger deutscher Schiedsrichter für die Weltmeisterschaft nominiert worden.

Videobeweis als Herausforderung

Die WM 2018 wird für die Schiedsrichter eine Herausforderung darstellen, da in Russland zum ersten Mal der Videobeweis zum flächendeckenden Einsatz bei einer Weltmeisterschaft kommen wird. Wer genau als Videoassistent für diese Weltmeisterschaft nominiert wird, will die FIFA erst Ende April nach dem Ende eines zweiwöchigen Lehrgangs der WM-Schiedsrichter in Italien bekanntgeben.

Während des Turniers sollen dann alle Spiele zentral aus einem Kontrollzentrum in Moskau überwacht werden. Schon jetzt ist sicher, dass zahlreiche Referees ohne praktische Vorerfahrung mit dem Videobeweis zur WM reisen werden. Diese technische Revolution wird in der laufenden Saison nur in neun Ländern getestet. Vier davon - Belgien, Portugal, Australien und Südkorea - sind auf der Schiedsrichterliste der WM nicht vertreten.

Die WM-Schiedsrichter

Fahad al-Mirdasi (KSA), Aliresa Faghani (IRI), Rawschan Irmatow (UZB), Mohammed Abdulla Mohamed (VAE), Ryuji Sato (JPN), Nawaf Abdulla Schukralla (BAH), Mehdi Abid Charef (ALG), Malang Diedhiou (SEN), Bakary Papa Gassama (GAM), Ghead Grisha (EGY), Janny Sikazwe (ZAM), Bamlak Tessema Weyesa (ETH), Joel Aguilar (SLV), Mark W. Geiger und Jair Marrufo (beide USA), Ricardo Montero (CRC), John Pitti (PAN), Cesar Arturo Ramos Palazuelos (MEX), Julio Bascunan (CHI), Enrique Caceres (PAR), Andres Cunha (URU), Nestor Pitana (ARG), Sandro Ricci (BRA), Wilmar Roldan (COL), Matthew Conger (NZL), Norbert Hauata (TAH), Felix Brych (GER), Cuneyt Cakir (TUR), Sergej Karasew (RUS), Björn Kuipers (NED), Szymon Marciniak (POL), Antonio Miguel Mateu Lahoz (ESP), Milorad Mazic (SRB), Gianluca Rocchi (ITA), Damir Skomina (SVN) und Clement Turpin (FRA).

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