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Abschied nach 15 Olympiamedaillen

Die norwegische Langlauf-Königin Marit Björgen beendet ihre Karriere. „Ich merke, dass ich nicht mehr die Motivation habe, die ich brauche, um noch eine Saison 100 Prozent zu geben“, sagte die 38-Jährige am Freitag dem Fernsehsender NRK. „Deshalb habe ich mich entschieden, zurückzutreten.“ Die nationale Meisterschaft am Wochenende in Alta wird damit ihr letzter Wettbewerb sein.

Björgen hatte bei den Winterspielen von Pyeongchang ihre achte olympische Goldmedaille gewonnen und sich zur erfolgreichsten Winterolympionikin gekrönt. Mit insgesamt 15 Olympiamedaillen liegt sie nun vor ihrem norwegischen Landsmann Ole Einar Björndalen. Der Biathlet hatte zu Beginn der Woche ebenfalls seinen Rücktritt verkündet.

Björgen beendet beeindruckende Karriere

Nach Biathlon Superstar Ole Einar Björndalen ist jetzt auch Norwegens Langlaufsuperstar Marit Björgen zurückgetreten. Die 38-jährige ist mit 8 Goldmedaillen die erfolgreichste Olympionikin der Geschichte.

Perfekter Abschluss in Pyeongchang

„Es war das perfekte Ende meiner olympischen Karriere“, hatte Björgen nach ihrem Olmypiasieg über 30 km sichtlich ergriffen gesagt. Die gesamte Karriere der Norwegerin ist von Superlativen geprägt: Sie gewann 18 Weltmeistertitel - so viele wie keine andere Langläuferin vor ihr - und insgesamt 41 internationale Meisterschaftsmedaillen. In 303 Weltcup-Rennen landete sie 184-mal auf dem Podium, 114-mal ganz oben.

Marit Bjoergen

APA/AFP/Odd Andersen

Bei den Winterspielen in Südkorea hatte Björgen noch einmal einen großen Auftritt

Bereits beim Weltcup-Finale Mitte März hatte die Mutter eines zweijährigen Sohnes angedeutet, ihr große Zeit sei nun wohl vorbei. Über die Osterfeiertage wolle sie herausfinden, ob sie motiviert genug sei, sich noch einmal voll ins Training für eine WM zu stürzen.

Ihre Teamkollegin Therese Johaug betonte nach dem Rücktritt, sie unterstütze Björgens Entscheidung - auch wenn sie sie gerne noch ein weiteres Jahr dabei gehabt hätte. „Marit hat unglaublich viel für meine Karriere bedeutet“, sagte Johaug. „Ich habe zu ihr aufgeblickt. Sie kennenzulernen, in einem Team mit ihr zu sein und nicht zuletzt gegen sie zu laufen, das war groß.“

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