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Belgier Goolaerts erliegt Herzstillstand

Der Radklassiker Paris - Roubaix ist am Sonntag von einem Todesfall überschattet worden. Der Belgier Michael Goolaerts, der nach einem Sturz mit dem Helikopter in das Spital nach Lille gebracht worden war, ist am Abend verstorben. Das gab sein belgisches Team Veranda’s Willems-Crelan auf dem Kurznachrichtendienst Twitter bekannt. Der 23-Jährige sei einem Herzstillstand erlegen.

Goolaerts war im zweiten Kopfsteinpflasterabschnitt des auch als „Hölle des Nordens“ bekannten Rennens zu Sturz gekommen. Nachdem er zunächst wiederbelebt und ins Krankenhaus gebracht worden war, wurde sein Zustand als „kritisch“ beschrieben. Wie er genau zu Fall kam, ist noch unklar, der Sturz war von den TV-Kameras nicht eingefangen worden.

Sagan erstmals Sieger

Den Sieg sicherte sich im Weltmeistertrikot Peter Sagan. Der Slowake aus dem deutschen Bora-Team setzte sich nach 257 Kilometern, 54 davon über das gefürchtete Kopfsteinpflaster, vor seinem Schweizer Fluchtgefährten Silvan Dillier durch. Es war der erste Erfolg des 28-Jährigen bei Paris - Roubaix.

Ein sechster Platz 2014 war die bisher beste Platzierung Sagans bei dem Klassiker gewesen, nach der 116. Auflage durfte der dreifache Weltmeister und achtfache Etappensieger der Tour de France erstmals auch die Pflastersteintrophäe in die Höhe stemmen. Es war der erste Erfolg eines Straßenweltmeisters in Roubaix seit dem Franzosen Bernard Hinault 1981.

Der Niederländer Niki Terpstra, in der Vorwoche Flandern-Sieger, wurde mit 57 Sekunden Rückstand Dritter, Olympiasieger Greg van Avermaet aus Belgien landete auf Rang vier. Der Kärntner Marco Haller (Katjuscha) belegte 17:41 Minuten zurück den 90. Platz.

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