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Mit Dreisatzerfolg ins Achtelfinale

Dominic Thiem hat am Dienstag beim ATP-1000-Turnier in Monte Carlo das Achtelfinale erreicht. Der 24-jährige Niederösterreicher setzte sich nach einem Freilos in seinem Auftaktspiel gegen den Russen Andrej Rublew nach hartem Kampf und einem abgewehrten Matchball mit 5:7 7:5 7:5 durch. In der nächsten Runde trifft Thiem nun auf den Sieger aus dem Duell Novak Djokovic (SRB/9) und Borna Coric (CRO).

Für Thiem war das Spiel gegen den Weltranglisten-33. das Comeback in der ATP-Tour nach der Mitte März in Indian Wells erlittenen Knöchelverletzung. Die fünfwöchige Verletzungspause ging an Österreichs Nummer eins nicht spurlos vorüber. Körperlich schien Thiem, der vor dem Duell mit Rublew seinen Fuß „auf 98 Prozent“ sah, keine Probleme zu haben, spielerisch war aber Luft nach oben.

Thiem siegt gegen Rublev in Monte Carlo

Nach seiner fünfwöchigen Verletzungspause besiegte Dominic Thiem in Monte Carlo in seinem Auftaktspiel den Russen Andrej Rublew.

„Vor allem bin ich sehr glücklich, dass der Fuß gehalten hat, weil ich doch 2:40 Stunden auf sehr hohem Niveau spielen musste. Es war nicht alles sauber, ich habe die Bälle doch sehr gestreut. Alle drei Sätze waren extrem eng“, erklärte Thiem, der im Viertelfinale auf Rafael Nadal treffen könnte. „Die Auslosung ist schrecklich, da ich aber zehn Zentimeter vom Ausscheiden entfernt war, sehe ich die nächste Runde als Bonus“, sagte die Nummer fünf des Turniers.

Rublew hält von Beginn an dagegen

Thiem war von Beginn an die fehlende Spielpraxis anzumerken. Starke Grundlinienschläge wechselten sich mit unnötigen Fehlern ab. Rublew spielte indes sehr aggressiv und setzte Thiem mit der Vorhand, mit der er mehrere Winner schlug, unter Druck. Bis zum 5:5 ließ kein Spieler einen Breakball zu, ehe dem Russen dann doch die Vorentscheidung gelang. Zwei Breakchancen konnte Thiem noch abwehren, bei der dritten landete aber eine Vorhand knapp im Out.

Dominic Thiem winkt

Reuters/Eric Gaillard

Dominic Thiem durfte sich nach hartem Kampf auf dem Centre-Court als Sieger feiern lassen

Mit der Satzführung schlichen sich aber auch beim Weltranglisten-33. mehr unerzwungene Fehler ein. Für Thiem ergaben sich nahezu in jedem Game Breakchancen, die er beim Stand von 1:2, 2:3 und 3:4 nicht nutzen konnte. Bei 5:4 vergab Thiem dann auch noch einen Satzball. Danach geriet der Österreicher selbst in die Bredouille, zog sich aber aus der Affäre und nahm Rublew schließlich doch das Service ab. Beim achten Breakball und insgesamt vierten Satzball verpatzte der Russe eine Rückhand und erlöste Thiem.

Dramatik im dritten Satz

Für Thiem war der Satzausgleich zunächst ein echter Befreiungsschlag. Obwohl Rublew in vielen Ballwechseln weiter auf Augenhöhe agierte, bestimmte Österreichs Nummer eins nun das Geschehen und verzeichnete im dritten Satz das erste Break. Diesmal nutzte Thiem gleich seine erste Chance und zog anschließend auf 4:1 davon. Der junge Russe warf die Flinte nicht ins Korn, zeigte Kämpferqualitäten und schaffte den Ausgleich.

Andrey Rublew

Reuters/Eric Gaillard

Mit druckvollem Spiel machte Rublew Thiem in Monte Carlo das Leben schwer

Es sollte aber noch dramatischer werden. In einem achtminütigen Marathongame schien dann der 20-Jährige Kurs auf den Sieg zu nehmen. Rublew nützte den fünften Breakball und ging 5:4 in Führung. Mit dem Rücken zur Wand wehrte Thiem einen Matchball ab und stellte auf 5:5. Nach einem souveränen Aufschlagspiel des Österreichers zeigte Rublew schließlich Nerven. Ein Doppelfehler des Russen beendete nach einer Spielzeit von 2:40 Stunden die Partie.

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