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„Zufrieden, aber auch enttäuscht“

Während Peter Herzog mit einer Punktlandung das Ticket für die Leichtathletik-EM in Berlin gelöst hat, haben Eva Wutti und Katharina Zipser beim 35. Vienna City Marathon ihre großen Ziele verfehlt. Debütantin Wutti belegte Rang sieben, verpasste aber mit ihrer Zeit von 2:37:59 Stunden das EM-Limit um 59 Sekunden.

„Grundsätzlich bin ich zufrieden, aber auch enttäuscht. Das erklärte Ziel war, unter 2:37 zu bleiben, knapp daneben ist auch vorbei. Es war anspruchsvoller, als ich mir vorgestellt habe“, sagte die vierfache Ironman-Siegerin, die mit der Hitze keine Probleme hatte, aber ab Kilometer 15 muskuläre Probleme bekam. „Ich habe nicht genug Laufkilometer trainiert, die Vorbereitung war ja auf Triathlon ausgerichtet.“

WM oder Olympia als mögliches Ziel

Nur in den vergangenen zwei Wochen konzentrierte sie sich voll auf das Laufen, sie kann sich das auch für die Zukunft vorstellen. Sollte sie doch für Berlin nominiert werden, wird sie auch die Planung danach ausrichten, ansonsten werden es Anfang Juli die Ironman-Veranstaltungen in Klagenfurt und eventuell Frankfurt werden.

Eva Wutti

GEPA/Philipp Brem

Hinter sechs afrikanischen Läuferinnen wurde Eva Wutti als Siebente beste Europäerin

„Marathonlaufen hat mir sehr gut gefallen, die Stimmung war fantastisch.“ Für die Zukunft glaubt sie, dass es möglich wäre, sich für eine WM oder Olympische Spiele zu qualifizieren. „Das wäre ein Ziel, das mich im nächsten Jahr motivieren könnte, es zu versuchen.“ Wuttis Zeit ist die beste einer Österreicherin beim Wien-Marathon seit Andrea Mayr 2010.

Zipser erreichte „persönliches Minimalziel“

Zipser haderte mit den heißen Verhältnissen, sie hatte eine klare Verbesserung ihrer persönlichen Bestleistung angepeilt. Mit 2:44:41 drückte sie ihre Marke von 2:45:56. „Ich arbeite Vollzeit, Top Ten macht mich stolz. Es war ein schönes Rennen. Umso mehr Abstand ich haben werde, umso zufriedener werde ich sein. Die Enttäuschung ist da, ich habe versucht, das Maximum für mich rauszuholen. Das Minimalziel war eine persönliche Bestzeit, die habe ich.“

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