Jindrak soll für neuen ÖTTV-Aufschwung sorgen

Ex-Doppel-Europameister Karl Jindrak kehrt zum österreichischen Tischtennisverband (ÖTTV) zurück, und das hauptberuflich. Der Wiener wurde am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Wien als neuer ÖTTV-Sportdirektor und damit Nachfolger des in Pension gegangenen Fritz Svoboda vorgestellt. Neu im Amt ist zudem Mathias Neuwirth als ÖTTV-Generalsekretär, er folgt Rudolf Sporrer nach.

Während Neuwirths Aufgaben mehr im organisatorischen Bereich liegen, hat Jindrak u. a. die sportliche Entwicklung der Nationalteams als Aufgabe. Offiziell beginnt seine Arbeit am 1. Juni, er wird sich aber schon bei den am Sonntag beginnenden Team-Weltmeisterschaften in Halmstad um die ÖTTV-Teams kümmern. „Ich sehe für unsere Nationalteams eine gute und schöne Zukunft“, sagte Jindrak.

Der 45-Jährige hatte 2005 in Aarhus mit Werner Schlager EM-Gold im Doppel geholt und ist seit seinem sportlichen Rücktritt 2006 für den Weltverband (ITTF) als „Competition Manager“ tätig. „Ich werde das auch weiterhin bei einigen Turnieren sein“, sagte Jindrak. „Das aber nur, wenn sich das mit der Arbeit als ÖTTV-Sportdirektor vereinbaren lässt.“

Komplett neue Herausforderung

Jindrak meinte, er stehe im Vergleich zu seinem ITTF-Job vor einer großen, komplett neuen Herausforderung. Als Vorteil sieht er es an, dass er selbst Spitzenspieler war. „Ich weiß, wie unsere Spieler ticken. Diese Erfahrung wird mir helfen, um zu helfen.“ Er hat vor, viele Gespräche zu führen und für bestmögliche Trainingsbedingungen zu sorgen.

Seit der Schließung der Schwechater Werner Schlager Academy (WSA) fehlt es an einem Trainingszentrum mit aller nötigen Infrastruktur wie der medizinischen Betreuung. „Wir müssen daran arbeiten, so etwas in der Art wieder zu haben, wo wir auch ausländische Trainingspartner einladen können“, meinte Jindrak. Aktuell trainieren die ÖTTV-Herren verstärkt in Stockerau. Auch die Südstadt könnte mehr in den ÖTTV-Blickpunkt rücken, oder aber ein neues Projekt.