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ManUnited verpasst Rekordtitel

Chelsea hat sich am Samstag zum insgesamt achten Mal in der Vereinsgeschichte den Titel im FA-Cup gesichert. Die „Blues“ setzten sich im Finale gegen Manchester United knapp mit 1:0 (1:0) durch und beendeten die Saison nach dem enttäuschenden fünften Rang in der Meisterschaft doch noch einigermaßen versöhnlich. Das Goldtor für den entthronten Meister erzielte Eden Hazard per Elfmeter (22.).

Freuen durfte sich besonders Coach Antonio Conte, der bei seinem vielleicht letzten Auftritt an der Seitenlinie der „Blues“ das Duell gegen seinen Intimfeind und Ex-Chelsa-Trainer Jose Mourinho für sich entschied. Laut britischen Medien sind Ex-Barcelona-Coach Luis Enrique und Maurizio Sarri vom SSC Napoli die heißesten Kandidaten für die Nachfolge von Conte, dem nach der verpassten Qualifikation für die Champions League die Ablöse droht.

Manchester United versäumte es unterdessen im ältesten und berühmtesten Fußballbewerb der Welt, mit dem 13. FA-Cup-Titel mit Rekordtitelträger Arsenal gleichziehen. Mourinho kann sich mit den „Red Devils“ allerdings als Vizemeister mit einem Fixplatz in der UEFA Champions League trösten. Chelsea muss sich nach dem Meistertitel im Vorjahr in der nächsten Saison indes mit der Europa League begnügen.

Hazard verwandelt Elfmeter souverän

Chelsea wollte von Beginn an die verkorkste Saison mit dem fünften Platz in der Premier League schnell vergessen machen. Vor allem über Hazard liefen die Angriffe der Londoner. In der neunten Minute parierte United-Schlussmann David de Gea einen Schuss des Belgiers aus spitzem Winkel. Nach 22 Minuten konnte Manchester-Verteidiger Phil Jones den Offensivstar am Fünfmeterraum nur mit einem Foul stoppen. Schiedsrichter Michael Oliver gab Elfmeter und zeigte Jones die Gelbe Karte. Den fälligen Strafstoß verwandelte Hazard souverän zur Führung für Chelsea.

Manchester United hatte danach zwar mehr Ballbesitz, zu einer Chance kam Mourinhos Mannschaft allerdings nicht. Chelseas Verteidigung hatte in den ersten 45 Minuten mit den Offensivbemühungen der „Red Devils“ keine Probleme.

United nach Pause besser in Fahrt

Nach der Pause kam Manchester besser in Fahrt. Erst prüfte Marcus Rashford mit einem Schuss Chelsea-Keeper Thibaut Courtois (53.), zehn Minuten später war der belgische Torhüter wieder zur Stelle, als er einen Kopfball von Jones aus dem Eck holte. Alexis Sanchez traf zwar mit dem Nachschuss, allerdings stand der Chilene zuvor im Abseits.

Die Partie wurde danach offener. Chelseas Marcos Alonso scheiterte an De Gea, auf der Gegenseite war Courtois Sieger gegen Rashford (73.). Mourinho wechselte den angeschlagenen Torjäger Romelu Lukaku ein, doch der Belgier konnten keine Akzente mehr setzen. Paul Pogba vergab in der 82. Minute freistehend per Kopfball die letzte Chance zum Ausgleich.

Finale im FA-Cup

Samstag:

Chelsea - Manchester United 1:0 (1:0)

London, Wembley-Stadion, 87.647 Zuschauer, SR Mason (ENG)

Tor: Hazard (22./Elfmeter)

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