„Kennenlernkurs“ mit Neo-Coach Felder
Der Urlaub ist vorüber, und Österreichs Skispringer haben bereits den ersten gemeinsamen Trainingskurs mit dem neuen Cheftrainer Andreas Felder in den Beinen. In über 3.000 Meter Höhe wurden dabei auf dem Stubaier Gletscher auf selbst gebauten Minischanzen die ersten Sprünge in die neue Saison absolviert.
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Das neue Betreuerteam mit Felder und seinen beiden Kotrainern Florian Liegl und Florian Schabereiter nahm in der Früh immer die erste Gondel auf den Gletscher, um mehrere Minischanzen für die Springer zu bauen. Neben Stefan Kraft, Michael Hayböck, Manuel Fettner, Gregor Schlierenzauer und Clemens Aigner nahmen auch die drei Damen Daniela Iraschko-Stolz, Eva Pinkelnig und Julia Huber teil. Felder hatte ja zuletzt als ÖSV-Damen-Trainer fungiert.
Felder war nach dem „Kennenlernkurs“ überaus zufrieden. „Wir haben geschaut, dass wir in verschiedenen Bereichen schnell die richtige Abstimmung finden. Ich glaube, die Burschen und auch wir Trainer konnten alle viel mitnehmen. Die Woche hier oben am Gletscher stimmt mich sehr optimistisch für die neue Saison.“
Kofler arbeitet an Comeback
Erstmals nach seiner langwierigen Autoimmunerkrankung war auch der 34-jährige Andreas Kofler wieder mit von der Partie. „Ich habe sicher keine einfache Zeit hinter mir, aber ich habe es so gut überstanden, wie es nur gegangen ist“, erklärte der Tiroler, der gesundheitlich „noch nicht ganz bei hundert Prozent“ sei. Der Salzburger Daniel Huber war ebenfalls vor Ort, musste sich am Dienstag allerdings einer schon länger geplanten Meniskusoperation unterziehen und fällt nun voraussichtlich vier bis sechs Wochen aus.
Mit Sprungski auf dem Schlepplift
Aushängeschild Kraft bilanzierte den ersten Kurs „absolut positiv“. „Vorige Woche war ich noch mit der Badehose im Garten, diese Woche im Skigewand am Gletscher. Das war schon ungewöhnlich. Mit den Sprungskiern am Schlepplift - das war eine spannende, neue Erfahrung. Das hat sicher komisch ausgeschaut“, sagte der Salzburger. „Normalerweise brennen wir mit 100 km/h die großen Schanzen hinunter und sind fünf Meter in der Luft, hier waren wir auf absoluten Minischanzen unterwegs. Aber man muss immer wieder für neue Sachen offen sein.“
Für Schlierenzauer war es „spannend“: „Das Motto war: zurück zu den Basics. Ich finde es sehr gut, dass wir hier am Stubaier Gletscher um diese Jahreszeit noch trainieren konnten und auf diese Weise in die Heim-WM-Saison starten. Man lernt mit jedem Trainer etwas Neues dazu.“ Nach den Saisonanalysen auch unter dem neuen Sportlichen Leiter für Skispringen und Kombination, Mario Stecher, gehen die ÖSV-Adler hochmotiviert in die Saison mit der WM von 19. Februar bis 3. März 2019 in Seefeld als großem Höhepunkt.
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