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Unbelohnte Gegenwehr

Andreas Haider-Maurer ist am Montag in der ersten Runde der mit 31,917 Millionen Euro dotierten French Open in Paris ausgeschieden. Der Außenseiter unterlag dem Weltranglisten-38. Karen Chatschanow aus Russland trotz guter Gegenwehr vor allem im ersten Satz nach 1:53 Stunden mit 6:7 (0/7) 3:6 3:6.

Haider-Maurer muss damit weiter auf seinen ersten Sieg auf der ATP-Tour warten. Seit seinem Comeback im Juni 2017 nach einer 19-monatigen Verletzungspause hat der Niederösterreicher auf ATP-Tour- oder Grand-Slam-Niveau alle Matches verloren. Die French Open waren auch das zwölfte und letzte Turnier, bei dem Haider-Maurer, der in der Weltrangliste auf Platz 412 zurückgefallen ist, sein Protected Ranking in Anspruch nehmen konnte.

Karen Chatschanow

GEPA/Matthias Hauer

Karen Chatschanow hatte gegen Andreas Haider-Maurer das bessere Ende für sich

„Schade, es war einiges drinnen. Im Endeffekt hat Chatschanow verdient gewonnen, weil er besser serviert hat. Natürlich ist eine Enttäuschung da, denn bei einem Grand-Slam-Turnier will man einfach mehr erreichen. Ich weiß, dass ich mithalten kann, deswegen will man auch gewinnen. Jetzt muss ich Punkte sammeln, damit ich auf die große Tour zurückkommen kann“, sagte Haider-Maurer, der in nächster Zeit auf Challenger-Ebene spielen wird, im ORF-Interview.

Klare Niederlage nach starkem ersten Satz

Haider-Maurer verzeichnete gegen Chatschanow einen guten Beginn, hielt den Ball im Spiel und bewegte den 22-Jährigen an der Grundlinie. Trotzdem geriet der 31-jährige Wahltiroler mit einem Break in Rückstand. Haider-Maurer schaffte aber umgehend das Rebreak zum 3:3. Danach agierten beide Spieler bei ihrem Service souverän, womit der Satz im Tiebreak entschieden werden musste. Dort brachte sich Haider-Maurer allerdings um die Früchte seines soliden Auftritts und machte keinen einzigen Punkt.

Im zweiten Satz fiel die Vorentscheidung im vierten Game. Haider-Maurer geriet mit einem Break 1:3 in Rückstand. Der 1,98 m große Russe ließ sich diesen Vorteil nicht mehr nehmen. Im dritten Satz gelang indes Haider-Maurer ein Break zum 3:1. Mit der Führung im Rücken machte der Österreicher aber kein Game mehr. Haider-Maurer verlor dreimal in Serie sein Service und beendete die Partie beim ersten Matchball für Chatschanow mit einem Doppelfehler.

„Der erste Satz war echt bitter, den hätte ich auch gewinnen können. Das Tiebreak geht dann halt schnell, er hat dann fast nur noch erste Aufschläge serviert. Der zweite Satz war auch richtig eng, es war immer was drinnen. Aber er hat eben besser serviert als ich. Im dritten Satz habe ich meinen Rücken wieder gespürt und habe mich schlecht bewegt“, bilanzierte Haider-Maurer seinen knapp zweistündigen Auftritt.

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