Einige prominente Zuschauer
Seit Montag stehen die endgültigen Kader der 32 Teilnehmer an der 21. Endrunde einer Fußball-WM fest. Die Fans dürfen sich bei den am 14. Juni beginnenden Titelkämpfen in Russland einmal mehr auf ein Schaulaufen der Superstars freuen. Von Lionel Messi über Neymar bis zu Cristiano Ronaldo ist alles dabei, was Rang und Namen hat. Aber es gibt auch einige prominente Zuschauer.
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Am Montag war für die Teams, die in Russland um die Krone kämpfen, der Stichtag, um ihre 23 Spieler für die am 14. Juni mit dem Spiel der Gastgeber gegen Saudi-Arabien beginnende WM zu nennen. Wie erwartet scheinen bei den großen Nationen auch die großen Namen in den Kaderlisten auf. Aber auch zwei Spieler aus der österreichischen Bundesliga sind bei der WM zu finden. Mit Duje Caleta-Car bei Kroatien und Hwang Hee Chan bei Südkorea haben es zwei Spieler von Red Bull Salzburg nach Russland geschafft.

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Hannes Wolf (m.) darf seinen Teamkollegen Hwang (l.) und Caleta-Car bei der WM die Daumen drücken
Englische Ligen dominieren
Die englischen Fußballligen haben bei der Weltmeisterschaft in Russland die meisten Abstellungen zu verzeichnen. 124 Spieler der Endrundenteilnehmer verdienten ihr Geld in der abgelaufenen Saison in der Premier League und League Championship, wie aus den Kaderlisten hervorgeht. Von spanischen Clubs kommen 81 Akteure, aus den beiden deutschen Topligen 67.
Auf den Plätzen hinter dem Toptrio folgt Italien, obwohl die „Squadra Azzurra“ die Qualifikation für die WM verpasst hat, Frankreich (49) und Turniergastgeber Russland (36). Im Kader der Russen stehen nur zwei Profis, die im Ausland spielen. Bei England stehen alle 23 Kaderkräfte bei Clubs der vergangenen Premier-League-Saison unter Vertrag.
Von Neuer bis Neymar
In den Kadern der Favoriten finden sich so gut wie keine Überraschungen. Argentinien wird wie erwartet von Messi angeführt, der eine seiner letzten Chancen hat, seiner erfolgreichen Vita doch noch einen WM-Titel hinzuzufügen. Europameister Portugal setzt wie schon Frankreich auf die Genieblitze von Ronaldo. Auch andere Länder können auf ihre Superstars vertrauen, etwa Kolumbien auf James Rodriguez - Schützenkönig der WM 2014 - oder Polen auf Torjäger Robert Lewandowski.
Titelverteidiger Deutschland und Brasilien haben rechtzeitig zwei potenzielle Matchwinner zurückerhalten. Im Tor der DFB-Elf wird Manuel Neuer stehen, der am Samstag trotz Niederlage die Bewährungsprobe gegen Österreich mit Bravour bestanden hat. „Ich habe gewusst, dass ich es schaffen kann und schaffen werde“, sagte Neuer. Die Zwangspause seit vergangenem September wegen seines dritten Mittelfußbruchs sei „eine sehr lange und sehr harte Zeit“ für ihn gewesen.

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Neymar (r.) zeigte gegen Kroatien, dass er auch während seiner Zwangspause nichts verlernt hat
Auch Rekordweltmeister Brasilien hat mit Neymar sein Herzstück wieder. Der 26-Jährige gab nach seiner Operation nach einer Mittelfußverletzung am Sonntag ein fulminantes Comeback. Neymar erzielte nach seiner Einwechslung beim 2:0-Sieg der „Selecao“ über Kroatien in Liverpool sehenswert den Führungstreffer. In Russland soll Neymar spätestens in der K.-o.-Phase wieder voll fit sein. „Ich bin immer noch misstrauisch, habe immer noch etwas Angst. Aber das kommt Schritt für Schritt“, sagte der Superstar.
Kein Platz für andere Stars
Für andere routinierte oder aufstrebende Stars der Szene gibt es die WM in Russland allerdings nur vor dem Fernseher. So überraschte der deutsche Teamchef Joachim Löw damit, dass er Leroy Sane von Manchester City nicht in seinen 23-Mann-Kader einberief. Der 22-Jährige trug heuer immerhin seinen Teil dazu bei, dass Manchester City überlegen englischer Meister wurde. Mario Götze, 2014 noch Siegestorschütze im Finale gegen Argentinien, hatte es nicht einmal bis ins deutsche Teamcamp nach Südtirol geschafft.
Ohne Anspruch auf Vollständigkeit: Aus diesen elf Abwesenden könnte man schon ein nettes WM-Team zusammenstellen.
Gepostet von ORF Sport am Montag, 4. Juni 2018
Andere fehlende prominente Namen, die man vor vier Jahren in Brasilien oder vor zwei Jahren bei der EM in Frankreich noch in den Kaderlisten lesen konnte, sind etwa die Franzosen Karim Benzema oder Anthony Martial. Auch der Spanier Alvaro Morata schaffte es diesmal nicht ins endgültige Aufgebot des Weltmeisters von 2010. Bei England ist Torhüter Joe Hart, 2016 noch Nummer eins, ein prominenter Zuschauer. Und auch die Tätowierungen des Belgiers Radja Nainggolan wird man in Russland nicht bewundern können.
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