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Bericht muss analysiert werden

Ein Urteil in der Dopingaffäre um den aktuellen Giro-Sieger Christopher Froome wird es vor der am 7. Juli beginnenden 105. Auflage der Tour de France wohl nicht mehr geben.

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„Mein Wunsch war immer, dass es vor der Italien-Rundfahrt entschieden ist. Jetzt möchte ich es vor der Tour geregelt haben. Aber man muss realistisch bleiben: Ich denke, das wird nicht der Fall sein“, sagte David Lappartient als Präsident des Radsport-Weltverbandes UCI der Zeitung „Le Parisien“.

Chris Froome (GBR)

AP/Gregorio Borgia

Sportlich läuft es für Froome wie zuletzt beim Giro weiter gut

Der vierfache Tour-Champion, der heuer erstmals auch den Giro d’Italia gewinnen konnte, war bei einer Kontrolle im September bei der Vuelta mit 100 Prozent über dem erlaubten Wert des Asthmamittels Salbutamol getestet worden. Bis der Weltverband UCI in der Affäre ein Urteil gefällt hat, darf Froome nach den Richtlinien des Welt-Doping-Agentur (WADA) weiterfahren.

„Keine Laxheit der UCI“

Der Fall sei viel komplexer als andere, betonte Lappartient. „Das ist keine Laxheit der UCI. Wenn man aber 1.500 Seiten eines wissenschaftlichen Berichts hat, muss man diesen analysieren sowie das Verfahren und Chris Froomes Rechte genauso wie die unseren respektieren.“ Der Franzose wies auch darauf hin, dass der Brite größere finanzielle Mittel habe, um diesen Fall durchzuziehen, wo „andere abgedankt hätten“.

Damit steht der Radsport wie einst im Fall Alberto Contador vor einem Dilemma. Auch der Spanier hatte damals nach einem positiven Test auf Clenbuterol weiterfahren dürfen. Contador gewann ebenfalls den Giro, der Erfolg wurde ihm aber im Nachhinein wieder aberkannt. „Das Beste wäre, wenn Froome nicht an den Wettbewerben teilnimmt. Er hat sich anders entschieden. Wir respektieren sein Recht“, sagte Lappartient.

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