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Play-off weiter in Reichweite

Österreichs Frauen-Nationalteam hat die Hoffnungen auf die erstmalige Teilnahme an einer Fußball-WM aufrecht gehalten. Am Freitag holte das in Gruppe 7 zweitplatzierte Team von Coach Dominik Thalhammer in Helsinki einen 2:0-Sieg gegen Finnland. Ein Eigentor von Eveliina Summanen (6.) und ein Treffer von Verteidigerin Katharina Schiechtl (72.) ebneten den Weg zum dritten Erfolg im sechsten WM-Qualifikationsspiel.

Der makellose Spitzenreiter Spanien ist auf dem Weg zum Fixticket für die WM 2019 in Frankreich ungefährdet, nur die vier besten Zweiten der sieben Gruppen qualifizieren sich für das Play-off, in dem ein weiterer WM-Platz ausgespielt wird. Dafür könnte es selbst bei zwei weiteren Siegen in den noch ausstehenden Partien am Dienstag in Israel und am 4. September gegen Finnland eng werden.

Rasche Führung durch Eigentor

Auf Kunstrasen begann Österreich ohne ÖFB-Rekordtorschützin Nina Burger, die nach ihrer überstandenen Fersenverletzung erst in der zweiten Hälfte Nadine Prohaska ersetzte. Doch auch ohne Burger, die mit ihrem 103. Einsatz mit Herren-Rekordhalter Andreas Herzog gleichzog, glückte der Start: Die von Nadine Prohaska unter Druck gesetzte Summanen bugsierte in der sechsten Minute eine Flanke von Sarah Zadrazil mit dem Knie ins eigene Tor.

ÖFB-Frauen wahren WM-Chance

Nach einem 2:0-Sieg in Finnland haben Österreichs Fußballerinnen weiterhin die Chance, sich für die Weltmeisterschaft 2019 zu qualifizieren.

Die folgende Druckphase und Abschlüsse von Laura Feiersinger und Zadrazil (jeweils 10.) überstanden die Finninnen unbeschadet und wurden ihrerseits gefährlicher. Anna Auvinen nützte einen kollektiven Aussetzer in Österreichs Hintermannschaft alleine vor ÖFB-Torfrau Manuela Zinsberger stehend aber nicht (22.) - es sollte die beste Chance der offensiv harmlosen Gastgeberinnen bleiben.

Mit Fortdauer der Partie gelang es den Finninnen, die im Qualifikationsverlauf zuvor erst zwei Gegentore kassiert hatten, zwar zusehends, den Spielaufbau aus der ÖFB-Dreierabwehr zu stören. Weil die Gastgeberinnen selbst wenig kreative Lösungen hatten und in Österreichs Spiel die letzte Präzision fehlte, entwickelte sich ein höhepunktarmes Kampfspiel im Mittelfeld. Die Entscheidung brachte ein kurz abgespielter Freistoß: Die aufgerückte Schiechtl verwertete in der 72. Minute Sarah Puntigams Maßflanke von links aus kurzer Distanz mit einem Volley.

Frauen-WM-Qualifikation

Freitag:

Finnland - Österreich 0:2 (0:1)

Helsinki, 3.500 Zuschauer, SR Martincic (CRO)

Torfolge:
0:1 Summanen (6./Eigentor)
0:2 Schiechtl (72.)

Österreich: Zinsberger - Schnaderbeck, Kirchberger, Wenninger - Schiechtl, Zadrazil (86./Klein), Puntigam, Prohaska (54./Burger), Aschauer - Feiersinger, Billa (75./Dunst)

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