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Erfolg in zwei Sätzen

ÖTV-Star Dominic Thiem ist am Montag beim mit 2.116.915 Euro dotierten ATP-Tennisturnier in Halle in die zweite Runde eingezogen. Der 24-jährige Niederösterreicher setzte sich beim ersten Saisonauftritt auf Rasen gegen den Russen Michail Juschni mit 7:6 (7/5) 6:2 durch. Im Achtelfinale trifft Thiem nun auf den Japaner Yuichi Sugita, der den Deutschen Maximilian Marterer mit 6:4 5:7 6:3 niederrang.

Acht Tage nach seiner Finalniederlage gegen Rafael Nadal bei den French Open in Paris und zwei Wochen vor Wimbledon gelang Thiem gegen Juschni zunächst ein optimaler Start, und er ging nach einem frühen Break schnell mit 3:1 in Führung. Bei 5:4 lag der ÖTV-Star dann sogar schon 40:15 voran, konnte die beiden Satzbälle jedoch nicht verwerten.

Thiem schlägt 19 Asse

Juschni kämpfte sich zurück und rettete sich noch ins Tiebreak, in dem jedoch Thiem mit 7:5 wieder die Oberhand behielt. Im zweiten Satz gab der Niederösterreicher dann klar das Tempo vor. Nach Breaks zum 2:0 und 6:2 war die Partie nach 1:39 Stunden zugunsten des Niederösterreichers entschieden. Im Head-to-Head mit dem Russen erhöhte Thiem damit auf 2:0. Am Dienstag tritt der Weltranglistensiebente im Doppel mit dem US-Amerikaner Steve Johnson an.

Thiem bot eine sehr starke Aufschlagleistung, schlug insgesamt 19 Asse. Die vier Doppelfehler waren da zu verschmerzen. Besonders im ersten Satz punktete die Nummer drei des Turniers mit ihrem Service wie nach Belieben, und zwar 14-mal. Dass es so eng wurde, lag an gleich 25 unerzwungenen Fehlern Thiems im Eröffnungsdurchgang.

„Habe mir das Leben selber schwer gemacht“

„Ich habe super begonnen, richtig gut serviert“, sagte Thiem über seine Leistung in seinem ersten Match nach dem French-Open-Finale. „Dann habe ich mir das Leben aber selber schwer gemacht. Es war dann sehr wichtig, dass ich das Tiebreak gewonnen habe. Der zweite Satz war wieder besser.“

In der Satzpause wurde der Gewinner von zehn ATP-Turnieren am linken Oberschenkel behandelt, Sorgen müssten sich seine Fans aber nicht machen. „Ich habe extrem viele Matches gespielt die letzte Zeit“, sagte Thiem und bezog sich auf ein kleines Problem. „Aber es ist keine schlimme Sache. Ich habe es öfter, wenn ich von Sand auf Rasen gehe. Es ist immer etwas Neues, das erste Match auf Rasen. Von daher war es schon in Ordnung.“

Respekt vor Sugita

Das bisher einzige Duell mit dem 29-jährigen Sugita hat Thiem im Vorjahr im Barcelona-Viertelfinale auf Sand mit 6:1, 6:2 gewonnen. Und er hat vor dem Weltranglisten-52. Respekt. „Das sind schwierige Spieler. Die spielen flach, mit wenig Spin und retournieren gut.“

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