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Beschwerdebrief von 13 Spielerinnen

Gegen Andreas Heraf ist als Nationalcoach der neuseeländischen Fußballerinnen eine unabhängige Untersuchung eingeleitet worden. Der Österreicher wurde bis auf Weiteres von seinen Aufgaben freigestellt. Grund sind Kritik und ein Beschwerdebrief von 13 Spielerinnen der „Football Ferns“ über den Umgang des Trainers mit ihnen, aber auch über die taktische Ausrichtung des Teams.

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Der 50-jährige Wiener, der neben seinem Job beim Frauen-Team seit vergangenem Herbst auch Sportdirektor bei New Zealand Football (NZF) ist und dort die Entwicklung aller Nationalteams überwacht, wurde deshalb nun vorläufig beurlaubt. Das gab Andy Martin, der Geschäftsführer von New Zealand Football (NZF), am Mittwoch bei einer Pressekonferenz bekannt.

„Wollen niemanden vorverurteilen“

Martin, der selbst in die Kritik geraten ist, weil er nach Infos neuseeländischer Medien bereits seit März von Problemen zwischen dem Team und Heraf weiß, sagte: „Es ist traurig, all diese Beschwerden zu hören. Wir wollen alle Seiten hören und niemanden vorverurteilen. Auch Andreas (Heraf, Anm.) ist am Boden zerstört. Beim letzten Spiel in Wellington gab es schon eine sehr emotionale Aussprache auf dem Feld.“

Heraf musste sich vor wenigen Tagen nach einer 1:3-Heimniederlage der „Ferns“ gegen Japan rechtfertigen, ob er der richtige Mann für das Traineramt sei. Vor der neuseeländischen Rekordkulisse von 7.200 Zuschauenden bei einem Frauen-Fußballspiel lieferten die Neuseeländerinnen laut Medien eine „schreckliche“ Partie ab.

Mobbing und Einschüchterung?

Bei den Spielerinnen geriet er wegen seines Defensivkonzeptes unter Beschuss. Vorgeworfen wird ihm von den Frauen laut Medienberichten aber auch Mobbing und Einschüchterung. Verbandspräsident Deryck Shaw meinte: „Wir nehmen diese Anschuldigungen sehr ernst. Wir werden eine unabhängige Untersuchung durchführen, was hier genau rund um die ‚Ferns‘ passiert ist.“

Seit einem Jahr in Neuseeland

Heraf war vor einem Jahr vom ÖFB-Nachwuchs als Interimstrainer des Frauen-Teams nach Neuseeland gewechselt. Im Dezember wurde er zum permanenten Trainer ernannt. Der elffache ÖFB-Internationale sollte das Team zur WM-Endrunde 2019 in Frankreich führen.

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