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Torreichstes Spiel der WM-Geschichte

Der 26. Juni 1954 ist auch dank rot-weiß-roter Beteiligung in die WM-Geschichtsbücher eingegangen. Am Dienstag vor genau 64 Jahren rang die österreichische Nationalmannschaft Gastgeber Schweiz im WM-Viertelfinale in Lausanne mit 7:5 (5:4) nieder. Es ist bis heute das trefferreichste Spiel der WM-Geschichte.

Das Spiel vor 35.000 Zuschauern im Stade Olympique de la Pontaise hatte einiges zu bieten. Nach 19 Minuten lagen die Österreicher schon 0:3 zurück. Theodor Wagner (25., 27.), Alfred Körner (26., 34.) und Ernst Ocwirk (32.) drehten die Partie aber innerhalb von neun Minuten auf 5:3.

Theodor Wagner bei der WM 1954

AP

Theodor Wagner steuerte beim legendären 7:5 gegen die Schweiz drei Treffer bei

Den Schweizern gelang bei rund 40 Grad Celsius im Schatten durch Robert Ballaman (39.) und Josef Hügi (58.) zwar noch zweimal der Anschlusstreffer, abermals Wagner (53.) und Erich Probst (76.) stellten aber jeweils den Zweitorevorsprung wieder her.

„Hitzeschlacht von Lausanne“

Die Partie ging auch als „Hitzeschlacht von Lausanne“ in die Annalen ein. So erlitt ÖFB-Teamtorhüter Kurt Schmied bereits in der ersten Hälfte einen Sonnenstich, Auswechslungen waren damals jedoch noch nicht erlaubt. Masseur Josef Ulrich stellte sich deshalb hinter das ÖFB-Tor und versuchte, den nahezu orientierungslosen Schmied zu dirigieren.

Das Aus kam für die Österreicher dann übrigens mit einer 1:6-Niederlage im Halbfinale gegen Deutschland. Die DFB-Elf holte sich danach mit einem 3:2-Sieg im Finale über den haushohen Favoriten Ungarn seinen ersten WM-Titel und schaffte damit das „Wunder von Bern“.

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