Legende sorgt für nächsten Aufreger
Der 2:1-Sieg der Argentinier am Dienstag im letzten WM-Spiel der Gruppe D gegen Nigeria hat der „Albiceleste“ nicht nur das Achtelfinal-Ticket, sondern auch Diego Maradona an den Rand des Zusammenbruchs gebracht. Die lebende Fußballlegende feierte und litt auf der Tribüne bis zur Erschöpfung mit seinen argentinischen Landsleuten mit - und schlug beim Siegestor von Marcos Rojo über die Stränge.
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Maradona, der sich schon beim ersten Auftritt der Argentinier in Moskau gegen Island mit einer qualmenden Zigarre über das Rauchverbot im Stadion hinweggesetzt hatte, zog auch am Dienstag in St. Petersburg eine Show ab. Vor dem Anpfiff hatte er einen weiblichen Fan im Nigeria-Trikot erblickt und die Sicherheitskräfte gebeten, die Frau zu ihm durchzulassen. Vor seinem Sitzplatz führten beide einen spontanen Tanz auf.

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Der Weltmeister von 1986 zog schon vor dem Anpfiff seine persönliche Show ab
Unschöne Geste beim Siegestor
Der 57-Jährige, der Argentinien 1986 in Mexiko zum zweiten und bisher letzten WM-Titel geführt hatte, litt in der Folge zur Freude der Fotografinnen und Fotografen theatralisch beim Spielgeschehen mit. Dann schien es so, als würde er eingenickt sein. Nach dem Ausgleich der Nigerianer nach der Pause flossen dafür Tränen über sein Gesicht. Dementsprechend groß war dann der Jubel des nicht ganz nüchtern wirkenden Argentiniers, der fast immer von einem Begleiter gestützt werden musste, beim späten Siegestreffer.

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Beim Tor von Marcos Rojo hatte sich Maradona schließlich nicht mehr im Griff
Dort leistete sich Maradona dann den nächsten Aussetzer. Der ehemalige Weltklassekicker streckte beide Mittelfinger in Richtung des Unterranges. Auch ein in die Menge des restlichen Publikums geworfenes Schimpfwort war auf den TV-Bildern deutlich von Maradonas Lippen abzulesen. Nur mit Mühe konnten seine Begleiter verhindern, dass der ehemalige Teamchef der „Albiceleste“ über die Plexiglasbarriere fiel.
Gruppenbild mit Sanitäter
Am Ende war das nervenaufreibende Spiel für ihn wohl auch anstrengender als für manchen Spieler. Der argentinische Sender TyCSports berichtete jedenfalls, dass Maradona nach dem Spiel ärztlich behandelt werden musste. Bilder zeigten einen völlig erschöpften Maradona auf einem Sessel in der VIP-Loge mit Sanitätern, einer der Helfer fühlte dabei den Puls der Fußballlegende.

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Die Eskapaden während der Partie waren für Maradonas Körper am Ende doch zu viel
Unmittelbar danach gab Maradona jedoch Entwarnung und widersprach dem Gerücht, er habe sich zur Behandlung in ein Spital begeben müssen. „Ich möchte allen sagen, dass es mir gutgeht und dass ich nicht im Krankenhaus bin oder war“, so der Argentinier via Instagram. Laut Maradona wurde er nur in der Halbzeitpause behandelt. „Mein Hals hat geschmerzt, und ich wurde untersucht. Er hat mir geraten heimzugehen, aber ich wollte bleiben, weil es um alles ging. Wie hätte ich da gehen können?“
Er schicke allen einen Kuss und entschuldige sich für den Schock, den er ausgelöst habe. „Diego wird noch eine Weile da sein“, schrieb Maradona, der bisher alle drei Spiele der Argentinier im Stadion verfolgt hatte. Dank Rojos Tor kann er nun auch im Achtelfinale mit von der Partie sein. Der nächste Auftritt der „Albiceleste“ und damit ihres emotionalen Fans erfolgt am Samstag in Kasan gegen Frankreich.
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