Themenüberblick

Novak trifft auf Kanadier

Das Losglück hat es mit den zwei einzigen Österreichern im am Montag beginnenden Hauptbewerb des Tennis-Grand-Slams von Wimbledon gut gemeint. Sowohl Österreichs Nummer eins Dominic Thiem als auch Qualifikant Dennis Novak bekamen am Freitag in London bezwingbare Hürden zugelost. Für Thiem ist der Auftaktgegner überhaupt eine neue Herausforderung.

Der 24-jährige Niederösterreicher trifft in der ersten Runde des Rasenklassikers in der britischen Hauptstadt auf Routinier Marcos Baghdatis aus Zypern, seines Zeichens die Nummer 84 der Welt. Seinen ersten Gegner kennt Thiem, der in der Weltrangliste und der Setzliste von Wimbledon als Nummer sieben aufscheint, nur von den Ergebnislisten. Gespielt hat der Niederösterreicher gegen den 33-Jährigen auf der ATP-Tour bisher noch nicht.

Marcos Baghdatis (CYP)

AP/Icon Sportswire/John Cordes

Gegen Baghdatis verfügt Österreichs Nummer eins bisher über noch keine Erfahrungswerte

Nicht nur von der Papierform her, sondern auch aufgrund der jüngsten Ergebnisse geht Thiem als klarer Favorit in die Partie. Baghdatis hatte zuletzt bei den French Open in Paris eine Erstrundenniederlage gegen den Kolumbianer Santiago Giraldo hinnehmen müssen. In 14 Spielen gelangen dem vierfachen Turniersieger in der laufenden Saison erst sieben Siege. Thiem gewann hingegen 36 seiner bisherigen 46 Saisonmatches und holte zwei Turniersiege.

Duell zweier Qualifikanten

Auch auf Novak, der sich erfolgreich durch die Qualifikation gekämpft hat, wartet mit Polansky ein routinierter Spieler. Dem 30-jährigen Kanadier mit tschechischen Wurzeln war auf der ATP-Tour aber bisher noch kein großer Erfolg beschienen. Polansky, aktuell Nummer 110 im Computer, wartet noch auf einen Turniersieg. Bei einem Grand Slam war bisher die zweite Runde bei den US Open 2010 das höchste der Gefühle. In den Hauptbewerb von Wimbledon rutschte Polansky zudem als „Lucky Loser“ der Qualifikation.

Wie Thiem gegen Baghdatis hat auch Novak keine Erfahrungswerte gegen Polansky, der in der Weltrangliste als Nummer 110 um 62 Plätze besser klassiert ist. Der Niederösterreicher holte sich allerdings in der Qualifikation mit Siegen über Egor Gerasimow aus Weißrussland, den US-Amerikaner Donald Young und den Deutschen Matthias Bachinger das nötige Selbstvertrauen für seinen ersten Auftritt im Hauptbewerb von Wimbledon.

Deja-vu für Andy Murray

Ebenfalls ausgelost wurde am Freitag Andy Murray. Der zweifache Wimbledon-Sieger und ehemalige Weltranglistenerste, dessen Antritt in London noch offen ist, würde in der ersten Runde auf den Franzosen Benoit Paire treffen. Ein interessantes Los: Paire war vor einem Jahr auch der bisher letzte Gegner des Schotten auf dem „heiligen Rasen“. 2017 zog Murray gegen den 29-Jährigen im Achtelfinale den Kürzeren. Danach absolvierte Murray verletzungsbedingt fast ein Jahr lang kein Match mehr.

Titelverteidiger Roger Federer muss auf der Jagd nach seinem neunten Wimbledon-Triumph zum Auftakt die Bewährungsprobe gegen die Nummer 57 Dusan Lajovic aus Serbien bestehen. Paris-Gewinner Rafael Nadal, der auch schon 2008 und 2010 in Wimbledon den Titel holte, bekommt es in der ersten Runde mit dem Israeli Dudi Sela zu tun. Der dreifache Wimbledon-Sieger Novak Djokovic aus Serbien trifft zum Autakt auf den US-Amerikaner Tennys Sandgren.

Gutes Los für Serena Williams

Bei den Damen wurde der rumänischen Weltranglistenerste Simona Halep die Japanerin Kurumi Nara als Erstrundengegnerin zugelost. Vorjahressiegerin Garbine Mugurzua aus Spanien beginnt ihren Weg zum zweiten Titel an der Londoner Church Road in Folge gegen die britische Lokalmatadorin Naomi Broady.

Gespannt war man auch auf die Auslosung für Serena Williams. Die 36-jährige 23-fache Grand-Slam-Siegerin aus den USA trifft bei ihrem ersten Auftritt in Wimbledon nach der Geburt ihres Kindes auf die vermeintlich einfache Hürde Arantxa Rus aus den Niederlanden. Österreich ist nach dem Qualifikations-Aus von Barbara Haas nicht im Hauptbewerb vertreten.

Links: