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„Alles ist ein bisschen enger beisammen“

Die Vorbereitung von Dominic Thiem auf das Grand-Slam-Turnier in Wimbledon seit seinem vorwöchigen Ausscheiden beim ATP-Turnier in Halle ist plangemäß verlaufen. Nach einer kurzen Pause in der Heimat trainierte der Weltranglistensiebente seit Mitte letzter Woche intensiv für sein Auftaktmatch gegen den Zyprioten Marcos Baghdatis am Dienstag als dritte Partie nach 12.30 Uhr auf Court zwei.

Mit seiner Form ist Thiem, der zum fünften Mal in Wimbledon spielt und 2017 mit dem Achtelfinale sein bestes Ergebnis erzielte, zufrieden. „Ich habe mich gut auf Gras umgestellt. Mal schauen, was ich erwarten kann“, sagte der 24-Jährige. Gleichzeitig schränkte der Niederösterreicher aber auch ein, dass ein Rasenevent immer seine Besonderheiten habe. „Es ist alles ein bisschen enger zusammen, es ist schwieriger vorherzusagen als auf anderen Belägen.“

Baghdatis ist „ein sehr guter Spieler“

Rasen sei der Belag, auf dem das Alter am wenigsten ausmacht. „Weil man viel mit Aufschlag und Return kaschieren kann, weil es auch nicht so lange dauert.“ Die körperliche Fitness habe nicht so einen großen Stellenwert wie auf den anderen Belägen. „Von daher wird es schwierig in der ersten Runde“, sagte Thiem und bezog all diese Komponenten auf den 33-jährigen Baghdatis.

Marcos Baghdatis

Reuters/Matthew Childs

Marcos Baghdatis kann gegen Thiem auf viel Rasenerfahrung zurückgreifen

Der Mann aus Limassol hat auf der Tour auf Rasen eine positive Karrierebilanz von 53 Siegen bei 36 Niederlagen. „Das ist fast sein Lieblingsbelag“, führte Thiem aus. „Er ist generell ein sehr guter Spieler. Er war schon einmal Top Ten und im Wimbledon-Halbfinale.“

Gedämpfte Erwartungshaltung

Zwar habe der Australian-Open-Finalist und eben Wimbledon-Halbfinalist (jeweils 2006) in letzter Zeit nicht so gut gespielt wie früher, aber andererseits sei Rasen auch Thiems schlechtester Belag. „Das ist generell die Phase der Saison, wo ich am wenigsten von mir erwarte. Ein frühes Aus wäre daher kein Beinbruch. Aber natürlich will ich es nicht haben. Ich habe hier letztes Jahr wirklich gut gespielt.“ Das möchte der zehnfache ATP-Turniersieger wiederholen.

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