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Sommer-GP beginnt in zwei Wochen

Andreas Felder, der im Frühjahr das Amt des Cheftrainers der österreichischen Skispringer von Heinz Kuttin übernommen hat, hat diese Woche in Oberstdorf den vierten von fünf Trainingskursen mit dem ÖSV-Team absolviert. Im Vordergrund stand dabei auch das Zusammenrücken des Teams nach der verpatzten Olympiasaison.

Schon in zwei Wochen steht mit dem Auftakt zum Sommer-Grand-Prix in Wisla (20. bis 22. Juli) die erste Standortbestimmung unter dem neuen Coach auf dem Plan. Unmittelbar davor gibt es noch einen Trainingskurs. In Oberstdorf waren alle sechs Athleten der ersten Trainingsgruppe (TG1) mit dabei, wobei Doppelweltmeister Stefan Kraft wegen einer leichten Sommergrippe erst verspätet anreiste. Mit von der Partie war auch Daniel Huber, der nur sechs Wochen nach seiner Meniskusoperation schmerzlos ins Sprungtraining eingestiegen ist.

„Es geht wieder bei null los“

Mittlerweile ein Routinier ist der 27-jährige Michael Hayböck, der nach einem durchwachsenen Winter wieder durchstarten will. „Ich freue mich schon auf die ersten Sommerwettkämpfe, denn es geht wie jede Saison wieder bei null los. Außerdem sieht man dabei immer ganz gut, wo man steht und ob es noch Baustellen gibt. Ich bin guter Dinge, dass wir nicht schlecht dastehen“, sagte der Oberösterreicher.

Skirspringer Michael Hayböck

APA/Erwin Scheriau

Hayböck denkt auch bei hochsommerlichen Temperaturen bereits an den Winter

Hayböck sieht nach dem Trainerwechsel durchaus Veränderungen. „Es ist in der ganzen Mannschaft ein guter Zug drin, und ich merke, dass etwas weitergeht und dass wir alle an einem Strang ziehen. Obwohl Skispringen ein Einzelsport ist, versuchen wir, miteinander stärker zu werden. Nur so kommen wir schnell zurück an die Weltspitze“, glaubt der vierfache WM-Medaillengewinner. In der abgelaufenen Saison erreichte Hayböck nach einigen Rückschlägen als zweitbester Österreicher hinter Stefan Kraft (4.) den 23. Rang im Gesamtweltcup.

„Die Mannschaft rückt enger zusammen“

Auch der von den Damen zu den Herren gewechselte Cheftrainer ist sehr zufrieden mit der Entwicklung. „Die Mannschaft rückt immer enger zusammen. Das betrifft nicht nur die Trainingsleistungen auf der Schanze, sondern auch das gesamte Mannschaftsgefüge. Ich bin zuversichtlich, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Für Andreas Widhölzl, der vom Assistenten im Nationalteam zum Cheftrainer der zweiten Trainingsgruppe geworden ist, wird es schon am Wochenende mit dem Auftakt im Kontinentalcup im slowenischen Kranj ernst. Er nominierte sechs Springer für den Auftakt, darunter auch Philipp Aschenwald und Manuel Poppinger.

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