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Vertrag bis 2022

Nach neun Jahren bei Real Madrid wechselt Cristiano Ronaldo vom spanischen Champions-League-Sieger zu Italiens Meister Juventus Turin. Laut Medienberichten unterschrieb der 33-jährige Portugiese, über dessen Abschied von Real bereits nach dem gewonnen Champions-League-Finale spekuliert wurde, beim Serie-A-Club einen Vertrag bis 2022.

Die Ablöse soll 100 Millionen Euro betragen. Zur Ablösesumme kommen laut Juventus zusätzliche 12 Millionen Euro an Solidaritäts- und Bonuszahlungen gemäß FIFA-Regelungen. Die italienische „Gazzetta dello Sport“ sprach von einem „Jahrhundertgeschäft“.

Ronaldo wechselt zu Juventus

Nach 15 Titeln in neun Jahren sucht der Portugiese jetzt eine neue Herausforderung und wechselt von Real Madrid zu Juventus Turin.

„Glücklichsten Jahre meines Lebens“

„Diese Jahre bei Real Madrid, und in der Stadt Madrid, waren wahrscheinlich die glücklichsten meines Lebens“, schrieb Ronaldo in einem Real-Statement. Er fühle „enorme Dankbarkeit“. „Ich glaube aber, dass es Zeit ist, eine neue Etappe in meinem Leben zu starten“, verlautbarte er weiter. Deshalb habe er darum gebeten, wechseln zu dürfen. Er hoffe, dass seine Anhänger das verstehen werden.

Ronaldos Abschied von den „Königlichen“ ist nach 438 Spielen und 450 Toren zwar spektakulär, aber keineswegs eine Riesenüberraschung. Seit Wochen brodelte die Gerüchteküche über seinen Weggang. Erst Dienstagfrüh war Juve-Präsident Andrea Agnelli nach Griechenland geflogen - offenbar, um sich persönlich mit Ronaldo zu treffen, der dort gerade Urlaub macht.

Ronaldo im Clinch mit Vereinsbossen

Der fünffache Weltfußballer lag schon seit langer Zeit mit Clubboss Florentino Perez im Clinch. Durch sein Umfeld ließ der Stürmer auch immer wieder durchsickern, es sei ungerecht, dass er deutlich weniger Geld verdiene als seine Konkurrenten Neymar und Lionel Messi bei Paris Saint-Germain und dem FC Barcelona.

Schon nach dem CL-Triumph gegen den FC Liverpool (3:1) im Mai hatte Ronaldo noch auf dem Rasen einen Weggang angedeutet und gesagt: „Es war sehr schön, bei Real Madrid zu spielen.“ In Kiew feierte Ronaldo als erster Profi auch seinen fünften Triumph in der Champions League. Mit Portugals Nationalmannschaft hatte er 2016 den EM-Titel gewonnen. Bei der WM in Russland scheiterte die „Selecao“ im Achtelfinale an Uruguay. Aber mit seinem Dreierpack im ersten Gruppenspiel gegen Spanien sorgte Ronaldo auch bei der Endrunde zuletzt für Aufsehen.

Astronomische Ablösesumme reduziert

Eigentlich war im Vertrag Ronaldos bei „Los Blancos“, der noch bis 2021 lief, eine astronomische Ablösesumme von einer Milliarde Euro verankert. Diese war aber Medien zufolge bereits vor Monaten auf 120 Millionen Euro reduziert worden. Das hat den Deal nun erst ermöglicht. Ronaldo war 2009 für die damalige Rekordsumme von umgerechnet rund 94 Millionen Euro von Manchester United aus der Premier League nach Madrid gewechselt.

Zuletzt war spekuliert worden, dass er womöglich zurück nach Manchester gehen könnte, wo er von 2003 bis 2009 aktiv war. Auch Paris Saint-Germain galt zeitweise als möglicher neuer Arbeitgeber. Berichten zufolge soll zudem ein Club aus China ein Megaangebot unterbreitet haben. Doch Ronaldo entschied sich zum Wechsel zum italienischen Rekordmeister, der die Serie A seit Jahren dominiert und zuletzt den Titel zum siebenten Mal in Folge holte.

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