Hürdensprinterin Bendrat knackt 13-Sekunden-Marke

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Der Hürdensprint der Frauen ist das Highlight des zweiten Tages bei den Leichtathletik-Staatsmeisterschaften in Klagenfurt gewesen. Stephanie Bendrat gewann die 100 m Hürden (bei 0,8 m/s Windunterstützung) in neuer persönlicher Bestzeit von 12,94 Sekunden vor Beate Schrott, die mit 13,18 nach den 13,22 beim Diamond-League-Meeting in Monaco abermals unter der EM-Norm blieb. Bendrat und Schrott sind für die Europameisterschaften im August in Berlin qualifiziert.

„Einfach versucht, schnell zu rennen“

Karin Strametz kam als Dritte in 13,44 vor ihrer Mehrkampf-Kollegin Verena Preiner (13,58) ins Ziel, das Berlin-Ticket ging sich nicht aus. Bendrat ist damit nach ÖLV-Rekordlerin Schrott (12,82) erst die zweite Österreicherin, die jemals unter den 13 Sekunden blieb. Ihre Topmarke stand seit Mai 2016 bei 13,11, das hatte sie heuer Ende Mai in Weinheim egalisiert.

Stephanie Bendrat

GEPA/Matic Klansek

Bendrat war nach ihrer Topzeit von sich selbst überrascht gewesen. „Ich weiß nicht, was ich heute anders gemacht habe. Ich habe einfach versucht, schnell zu rennen und an nichts zu denken. Heute ist ein Traum wahr geworden, weil das natürlich das Ziel war, endlich unter 13 Sekunden zu rennen“, sagte die Athletin von Union Salzburg.

Mehrkämpferinnen zeigen im Kugelstoßen auf

Die Mehrkämpferinnen waren am Sonntag auch im Kugelstoßen aktiv, hinter Meisterin Christina Scheffauer (14,33 m) landete Preiner mit Saisonbestleistung an zweiter Stelle (14,27), Ivona Dadic wurde Dritte (14,03). Dadic trat auch im Speerwurf an, landete hinter Patricia Madl (47,26 m) auf dem Silber-Rang (46,68).

Über 400 m Hürden lief Dominik Hufnagl in 51,17 Sekunden zwar Saisonbestleistung, verpasste die EM-Norm von 50,70 aber deutlich. Nach den 400 m am Samstag war es auch für ihn das zweite ÖM-Gold 2018.

Das Sprint-Double perfekt machte 100-m-EM-Starterin Alexandra Toth, die die 200 m in persönlicher Bestleistung von 23,65 Sekunden vor Savannah Mapalagama (23,81) gewann. Ein zweites Gold gab es auch für Andreas Vojta, nach den 5.000 m gewann er in 3:54,35 Minuten auch die 1.500 m. Ebenso zwei Titel holten Markus Fuchs (100 m, 4 x 100 m), Sigrid Portenschlager (400 m Hürden, 4 x 400 m) und Sarah Zimmer (Hochsprung, 4 x 100 m).