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Verpatze Heimpremiere für Aufsteiger

Aufsteiger TSV Prolactal Hartberg hat seine Heimpremiere in der tipico-Bundesliga verpatzt. Die Steirer mussten sich Fyleralarm Admira am Sonntag in der zweiten Runde trotz engagierter Leistung mit 0:1 geschlagen geben. Stephan Zwierschitz sorgte mit einem traumhaften Freistoß in der 73. Minute für einen Befreiungsschlag der zuletzt kriselnden Südstädter. Hartberg muss hingegen weiter auf den ersten Punkt im Oberhaus warten.

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Nach ihren Auftaktniederlagen starteten beide Mannschaften nervös in die Partie. Nach zehnminütigem Abtasten stellten die Admiraner Sinan Bakis (11.) und Wilhelm Vorsager (13.) mit ihren Schüssen Hartberg-Schlussmann Rene Swete vor erste Bewährungsproben.

Admira Spieler jubeln

GEPA/Wolfgang Grebien

In der 73. Minute durfte die Admira das Siegestor bejubeln

Es blieb ein Strohfeuer, denn danach kam Hartberg auf. Salzburg-Leihgabe Youba Diarra gelang nach guter Einzelaktion nur der Torabschluss nicht (15.). Die Aufreger im Admira-Sechzehner mehrten sich: Schiedsrichter Manuel Schüttengruber ließ die Partie nach einem Kontakt von Admira-Verteidiger Jonathan Scherzer gegen Zakaria Sanogo weiterlaufen (22.).

Hartberg - Admira 0:1 (0:0)

Hartberg, Profertil Arena, SR Schüttengruber, Tor: Zwierschitz (73.)

Hartberg vergibt Doppelchance

Wenig später sahen die 3.146 Zuschauer in der Profertil-Arena eine große Doppelchance der Heimischen: Sanogo schoss den wieder ins Admira-Tor zurückgekehrten Andreas Leitner aus kurzer Distanz an, den folgenden Kopfball Diarras klärte Scherzer auf der Linie (26.). Der Aufsteiger kontrollierte in dieser Phase die Partie, wurde kurz vor der Pause aber beinahe von einer Freistoßfinte überrascht: Patrick Schmidt schoss aus schwierigem Winkel ins Außennetz (40.).

Beide Mannschaften duellierten sich auch nach Wiederbeginn mit offenem Visier. Swete drehte den Abschluss von Schmidt über die Latte (46.). Hartbergs Mario Huber hatte den Schuss unangenehm für seinen Tormann abgefälscht. Auf der Gegenseite musste sich Leitner nach einem Fernschuss von Florian Flecker (51.) bzw. einem Kopfball von Diarra (52.) gehörig strecken.

Sebastian Bauer ließ in der 61. Minute die Gästeführung aus: Nach einem verlängerten Eckball köpfelte der Verteidiger den Ball aus zwei Metern über das Tor. Als Hartberg-Kapitän Siegfried Rasswalder wenig später an der Strafraumgrenze abzog, hatten die Zuschauer bereits den Torschrei auf den Lippen, der Schuss ging allerdings nur an die Stange (66.).

Zwierschitz zirkelt Freistoß ins Kreuzeck

Bessere Präzisionsarbeit lieferte Zwierschitz ab. Der Verteidiger zirkelte einen Freistoß aus rund 20 Metern aus halblinker Position unhaltbar für Swete via Lattenunterkante ins Kreuzeck (73.). Hartberg stemmte sich bis zuletzt gegen die Niederlage. Bauer fabrizierte mit einer verunglückten Klärungsaktion beinahe ein Eigentor (77.), Hartberg-Goalgetter Dario Tadic verfehlte nach einer Sanogo-Flanke den Ball nur um eine Schuhspitze (81.). Die steirische Schlussoffensive brachte aber nichts mehr ein.

Die Admira jubelte nach saisonübergreifend sechs Bundesliga-Niederlagen in Folge wieder über einen Sieg, den ersten in der Fremde seit 7. April (2:1 in Altach). Der letzte Pflichtspielsieg war den Südstädtern am 28. April (4:2 gegen den WAC) gelungen, seither hatte man acht Partien in Folge nicht mehr gewonnen und in der neuen Saison sogar vier Niederlagen kassiert (0:3 und 1:3 in der Europa-League-Qualifikation gegen ZSKA Sofia, 0:1 im ÖFB-Cup beim Regionalligisten Neusiedl und 0:3 gegen Rapid zum Ligastart).

Stimmen zum Spiel:

Markus Schopp (Hartberg-Trainer): „Jetzt folgt natürlich eine schwierige Phase für die Mannschaft nach zwei Niederlagen zu Meisterschaftsbeginn. Wir haben leider in beiden Hälften die ersten zehn Minuten verschlafen, danach aber sehr gut ins Spiel gefunden und teilweise sogar dominiert. Fakt ist aber, wir stehen nach zwei Runden mit null Punkten da. Das muss jetzt in den Köpfen der Spieler erst verarbeitet werden. Wir werden hart daran arbeiten, dass es schon bald mit dem ersten Sieg klappt.“

Ernst Baumeister (Admira-Trainer): „Es war ein ausgeglichenes Spiel. Die Chancen waren ziemlich gleich verteilt. Dem Spielverlauf nach wäre ein Remis gerecht gewesen, wir nehmen die Punkte aber natürlich gerne mit. Ausschlaggebend war heute nur der wunderschöne Freistoß.“

Stephan Zwierschitz (Admira-Siegestorschütze): „Mit meinen 27 Jahren bin ich jetzt draufgekommen, dass ich ganz gut Freistoß schießen kann. Ich bin positiv überrascht von der Anlage hier in Hartberg, das ist absolut bundesligatauglich.“

Tipico-Bundesliga, zweite Runde

Sonntag:

Hartberg - Admira 0:1 (0:0)

Profertil-Arena, 3.146 Zuschauer, SR Schüttengruber

Tor: 0:1 Zwierschitz (73.)

Hartberg: Swete - T. Kainz, Huber, Siegl, Rasswalder (86./Ilic) - Sanogo, Diarra (82./Holzer), Ljubic, Rep - Tadic, Kröpfl (46./Flecker)

Admira: Leitner - Zwierschitz, Thoelke, Bauer, Scherzer (79./Spasic) - Vorsager (46./Hjulmand), Toth - Starkl, Bakis, Jakolis - Schmidt (71./Kadlec)

Gelbe Karten: Swete, Rep bzw. Vorsager, Thoelke, Bakis

Die Besten: Swete, Ljubic, Flecker bzw. Zwierschitz, Scherzer, Leitner

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