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Premier League beginnt mit Favoritensieg

Manchester United hat das Auftaktspiel der englischen Premier League gegen Leicester City am Freitagabend mit 2:1 für sich entschieden. Dem Vizemeister der vergangenen Saison gelang vor 70.000 Zuschauern im heimischen Old Trafford durch den französischen Weltmeister Paul Pogba ein Traumstart. Der Kapitän erzielte in der dritten Minute per Handelfmeter das 1:0.

Luke Shaw (83.) sorgte kurz vor Schluss mit dem 2:0 für die „Red Devils“ vermeintlich für die Entscheidung, Jamie Vardy (92.) machte es in der Nachspielzeit mit dem Anschlusstor aber noch einmal spannend. Der aufgerückte Leicester-Goalie Kaspar Schmeichel setzte einen Kopfball nach einem Eckball in der letzten Aktion des Spiels knapp am Tor vorbei.

Paul Pogba (ManUnited) gegen Ricardo Pereira (Leicester)

Reuters/Andrew Boyers

Paul Pogba brachte die „Red Devils“ bereits in der dritten Minute per Elfmeter in Führung

ManUnited-Startrainer Jose Mourinho durfte daher trotz einer insgesamt wenig berauschenden Leistung am Ende über drei Punkte jubeln. Bei den Verlierern kam Ex-ÖFB-Teamkapitän Christian Fuchs nicht zum Einsatz.

Jagd auf Meister Manchester City

Vor dem Startschuss in die 28. Premier-League-Saison hatten sich bis Donnerstagabend zunächst noch einmal alle Blicke zum erstmals früher schließenden Transferfenster gerichtet, Überraschungen blieben aber aus. Die Jagd auf Meister Manchester City konnte damit beginnen.

Viele englische Fußballexperten sehen die „Citizens“ erneut als ersten Titelanwärter. Vor dem Saisonstart warnte Coach Josep Guardiola seine Mannschaft aber vor Überheblichkeit. „Die Spieler können diese ‚Ich bin richtig gut‘-Mentalität haben“, sagte der Spanier. „Aber das ist der Moment, wo es bergab geht.“ Nach dem Double-Gewinn aus Meisterschaft und Ligacup kündigte Guardiola an, noch strenger mit seinen Spielern zu sein.

Auch wenn es seit ManUnited 2008/09 keinem Team mehr gelang, den Meistertitel zu verteidigen, so ist und bleibt ManCity der Favorit. Die „Citizens“ hielten alle Schlüsselspieler und verfügen über einen Kader, der ein weiteres Mal nach Guardiolas Wünschen adaptiert wurde. Prominentester Neuzugang ist Riyad Mahrez, der für knapp 70 Millionen Euro von Leicester kam. Eine Investition, die notwendig war, denn die Konkurrenz in London, Liverpool und Manchester lauert.

Liverpool als größter Herausforderer

Der FC Liverpool, der fast 200 Millionen Euro in Neuzugänge wie etwa Fabinho (AS Monaco), den Ex-Salzburger Naby Keita (RB Leipzig), Xherdan Shaqiri (Stoke City) und Alisson (AS Roma) investiert hat, gilt nicht nur deshalb als größter Herausforderer. Der deutsche Coach Jürgen Klopp will seine Amtszeit nach zweieinhalb Jahren bei den „Reds“ krönen und endlich einen Titel holen. Der Champions-League-Finalist ärgerte ManCity schon in der vergangenen Saison mehrfach und setzte sich auch in der Königsklasse gegen die Guardiola-Elf durch.

Naby Keita (Liverpool)

Reuters/Carl Recine

Mit Naby Keita spielt nach Sadio Mane bei Liverpool ab sofort ein zweiter Ex-Salzburger

Seit Klopp an der Anfield Road werkelt, stand Liverpool in der Champions League, Europa League und im Ligacup jeweils im Finale - verlor aber jedes. „Das muss sich ändern“, forderte der englische Teamspieler Adam Lallana. „Wir haben alle Zutaten, die es braucht: die Erfahrungen, die wir mit den Jahren mitgenommen haben, und den passenden Kader. Die Zeichen stehen wirklich gut, dass wir den nächsten Schritt machen.“

Kracher zwischen Arsenal und ManCity

Neben Liverpool und ManUnited zählen auch die Londoner Clubs Tottenham, Chelsea und Arsenal zum Kreis jener Mannschaften, die Manchester City herausfordern wollen. Wie berechtigt diese Hoffnungen sind, dürfte sich bereits beim ersten Kracher der Saison zeigen, wenn Arsenal am Sonntag den Meister empfängt. Bei den „Gunners“ läutete der Abgang von Trainer Arsene Wenger nach 22 Jahren eine neue Ära ein. Nachfolger Unai Emery holte mit dem deutschen Goalie Bernd Leno, Verteidiger Sokratis und dem Schweizer Stephan Lichtsteiner jede Menge Erfahrung dazu.

Neben Marko Arnautovic, der mit West Ham United gleich zum Auftakt am Sonntag an der Anfield Road von Liverpool gastiert, sind drei weitere Österreicher in Englands Topliga engagiert. Innenverteidiger Sebastian Prödl geht in seine vierte Spielzeit bei Watford. Unter Trainer Javi Gracia war der Routinier bis zu einer Lebensmittelvergiftung am Saisonende gesetzt. Zum Auftakt fordern die „Hornets“ am Samstag Brighton and Hove Albion mit Ex-ÖFB-Teamspieler Markus Suttner. Der Linksverteidiger wird sich mit seinem Verein auf den Kampf um den Klassenerhalt einstellen müssen.

Fuchs peilt in seiner Abschiedssaison in England mit Leicester, dem Meister von 2016, einen Top-Ten-Platz an. Die „Foxes“ hatten übrigens bereits im Vorjahr die Saison eingeläutet, damals mit einem spektakulären 3:4 gegen Arsenal.

Englische Premier League

Erste Runde

Freitag, 10. August:
Manchester United Leicester City 2:1 *
Samstag, 11. August:
Newcastle Tottenham 1:2
Huddersfield Chelsea 0:3
Fulham Crystal Palace 0:2
Watford Brighton & Hove 2:0 **
Bournemouth Cardiff City 2:0
Wolverhampton Everton 2:2
Sonntag, 12. August:
Liverpool West Ham 4:0 ***
Southampton Burnley 0:0
Arsenal Manchester City 0:2
* Fuchs bei Leicester Ersatz
** Prödl bei Watford Ersatz, Suttner bei Brighton nicht im Kader
*** Arnautovic bei West Ham bis zur 67. Minute

Tabelle

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